Einrichtungen

Was macht ein gutes Krankenhaus oder Altenheim aus? Neben hervorragender Medizin und Pflege bedarf es einer Atmosphäre, in der Achtsamkeit und menschliche Zuwendung den Genesungsprozess unterstützen. Grüne Damen und Herren sind in vielen Einrichtungen der Kranken- und Altenhilfe ein Markenzeichen! Bundespräsident Walter Steinmeier sagte anlässlich des 50-jährigen Jubiläums: „Sie bleiben unverzichtbar und sind ein leuchtendes Beispiel.“ Der ehrenamtliche Besuchsdienst bei kranken, alten und einsamen Menschen kann nicht hoch genug geschätzt werden. Sie verschenken ihr Lächeln und ihre Zeit. Mit den Besuchen im Krankenhaus, Altenheim oder zu Hause lindern sie die Einsamkeit. Sie spenden Trost, Wärme und Hoffnung.

Wissenwertes über Grüne Damen und Herren

Grüne Damen und Herren schaffen Zeit und Raum für mitmenschliche Nähe: ein offenes Ohr für die Sorgen, eine helfende Hand oder tröstende Worte für die Angehörigen. So tragen sie in erheblichem Umfang zur Qualität der Arbeit und zu einem guten Image der Häuser bei.

in Krankenhäusern und Reha-Kliniken

Krankheit, verbunden mit einem Aufenthalt im Krankenhaus, ist für viele Menschen ein bedeutsamer Einschnitt in ihrem Leben. Die veränderte Umgebung und Lebensweise, der fehlende Kontakt zu Vertrauten kommen zur Krankheit hinzu und müssen bewältigt werden. Das kann Unsicherheiten und Ängste auslösen, weil für die Kranken die unterschiedlichen Zuständigkeiten in der neuen Umgebung schwer durchschaubar sind. Dies gilt besonders für ältere und kognitiv eingeschränkte Menschen.

Aus all diesen Gründen werden an vielen Stellen in den Krankenhäusern wie in Reha-Kliniken Menschen wie die Grünen Damen und Herren gebraucht, die Zeit haben, die zuhören können, die offen sind für die Nöte der Patient*innen. Für diesen Besuchsdienst und je nach Vereinbarung sind Gruppen zur Betreuung von vulnerablen Patienten geschult. Der Lotsendienst, u.a. in Ambulanzen, kann in Abstimmung mit den Hauptamtlichen übernommen werden.

in Altenhilfe- und Pflegeeinrichtungen

Hohes Alter, eine Vielzahl von Erkrankungen, Verwirrtheitszustände, Gebrechlichkeit und oft eine große Traurigkeit kennzeichnen viele Bewohner*innen in Einrichtungen. Ehrenamtliche Besuchsdienste sind sehr willkommen, weil die ehrenamtlich Tätigen Zeit haben, sich in besonderem Maße auf die individuellen Bedürfnisse und Wünsche einzustellen. Sie halten auch Kontakt zu den Angehörigen. Grüne Damen und Herren bauen eine kontinuierliche Beziehung zu Bewohner*innen auf und halten sie lange aufrecht. Nach Möglichkeit begleiten sie auch den sterbenden Menschen. Gleichzeitig sind sie Gesprächspartner*innen für die Pflegenden.

in häuslicher Umgebung

Für Menschen, die auf Unterstützung in der häuslichen Umgebung angewiesen sind, kann ein ehrenamtlicher Besuchsdienst die größten Bedürfnisse erfüllen: vertrauensvolle Begleitung und Ansprache. Sie vertreiben die Einsamkeit und schaffen Kontakt mit der Außenwelt. Denn Pflegebedürftigkeit bedeutet oft, am gewohnten Alltag nicht mehr voll oder nur unter großem Aufwand teilnehmen zu können. Familie und Freunde sind hier stark gefordert und stoßen schnell physisch und psychisch an ihre Grenzen. Auch haben längst nicht alle Pflegebedürftigen Angehörige vor Ort. Gerade diese suchen für ihre Eltern oft händeringend eine liebevolle und verlässliche Begleitung, wie die Grünen Damen und Herren, als Ergänzung zum professionellen Pflegedienst.

Gründung einer neuen Gruppe

Wenn Sie keine Gruppe in der Nähe haben oder als Träger eine Gruppe in Ihrer Einrichtung wünschen, unterstützen wir Sie gerne bei der Gründung. Bitte nehmen Sie hierfür im ersten Schritt Kontakt mit der Landesbeauftragten auf. Sie finden Ihre Ansprechpartnerin unter „Finde mein Bundesland“ am Ende der Seiten.

Die Initiative zur Gründung einer Gruppe kann von hauptamtlich Tätigen in Kliniken und Altenheimen ausgehen, aber auch von engagierten Einzelpersonen. Vor Beginn der ehrenamtlichen Tätigkeit sind Absprachen mit der Einrichtung über Einsatzgebiete, Aufgabenstellung, Umkleideraum, Dienstkleidung, Einführung in Hygienemaßnahmen und ggf. ärztliche Untersuchung zu treffen.

Nach der Anmeldung der Gruppe bei der eKH werden die neuen Grünen Damen und Herren von der Bundesgeschäftsstelle in Berlin bei der „Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege“ gegen Unfälle versichert. Nach einer Probephase können sich die Gruppenmitglieder als Ordentliche Mitglieder bei der eKH anmelden. Eine Fördermitgliedschaft der Einrichtung bei der eKH unterstützt das Netzwerk und die Arbeit der Gruppe im Besonderen. Die Grünen Damen und Herren können so Ihre Kompetenzen in diesem Ehrenamt weiter entwickeln.

Damen und Herren – gefragt wie nie!

Eine Studie zur Praxis der Grünen Damen und Herren zeigt sehr eindrücklich, wie groß die Resonanz in den Einrichtungen für kranke oder alte Menschen ist und wie positiv die Arbeit insgesamt bewertet wird. Die Studie wurde durch das Zentrum für Zivilgesellschaftliche Entwicklung (zze) durchgeführt und ausgewertet.

zur Studie zze

Fördermitglied werden

Fördermitglieder der eKH sind insbesondere Einrichtungen, in denen Grüne Damen und Herren tätig sind. Während die Einrichtungen vom Mehrwert durch die Grünen Damen und Herren profitieren, können sie durch einen damit verbundenen Beitrag das Netzwerk und die qualitativ gute Arbeit der Grünen Damen und Herren unterstützen und sichern.

Die Evangelische Kranken- und Alten-Hilfe e.V.

Seit über 50 Jahren besuchen bundesweit ehrenamtliche Grüne Damen und Herren kranke und hilfebedürftige Menschen. Aktuell engagieren sich 8000 Grüne Damen und Herren in 530 Krankenhäusern und Einrichtungen der Altenhilfe. Sie haben sich zusammengeschlossen zur Evangelischen Kranken- und Alten-Hilfe e.V. (eKH).

Wir sind für Sie da!

Bundesländer

eKH Deutschland, Geschäftsstelle Berlin: +49 (0)30 257 617 94

E-Mail: info@ekh-deutschland.de

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