GDuH im radprax Krankenhaus und Seniorenzentrum in Plettenberg feiern ihr Jubiläum in familiärer und fröhlicher Runde.

Grüne Damen und Herren als Mutter Theresas des Zwanzigsten und Einundzwanzigsten Jahrhundert? Ihr Besuchsdienst ist auf jeden Fall von ähnlichem unschätzbarem Wert und ihr Engagement ist beachtlich: Die Grünen Damen und Herren in Plettenberg feiern in diesem Jahr ihr 40-jähriges Bestehen. Gegründet wurde die Plettenberger Gruppe vor vier Jahrzehnten durch Liesel Lipper.

Grüne Damen und Herren aus Plettenberg mit Gästen in kleiner und fröhlicher Runde

Die beiden Einsatzleiterinnen Marianne Pfeifer und Christa Hahn sind bereits rund 10 Jahren dabei. „Als Mutter Theresa empfinden wir uns zwar nicht, aber mit unserem Dienst bekommen wir sehr viel mehr zurück als wir in den Begegnungen mit verschiedenen Menschen geben können.“

Über die Wertschätzung anlässlich des Jubiläums schauen sie für sich und ihre Gruppe zufrieden zurück: „Wir in Plettenberg haben gerade ein Jubiläum gefeiert, dass, so hat man uns gesagt, nicht so häufig vorkommt: Seit 1979 gibt es Grüne Damen und Herren in Plettenberg. Wie lange ist das her! Damals regierte Bundeskanzler Schmidt die damals noch kleine und bescheidene Bundesrepublik, Flugreisen gab es selten, und Computer und Smartphones waren weitgehend unbekannt! Die Tochter unserer Gründerin Liesel Lippa erzählte, dass ihre Mutter die ersten Grünen Damen aus ihrer Bekanntschaft rekrutierte und mit Hilfe eines Notizbuches sämtliche organisatorischen Probleme meisterte. Wer kennt heute noch ein Notizbuch?!? Aber trotz dieser für heute steinzeitlichen Methoden hat es seitdem immer eine Reihe von Frauen gegeben, die mit Stolz und Freude Grüne Damen waren. Und wir heutigen Grünen Damen? Wir standen damals am Beginn unseres Lebensweges, zogen Kinder groß, studierten, arbeiteten und hatten wirklich keine Zeit. Heute sind wir Mütter und Großmütter und genauso mit dem Herzen dabei wie diejenigen, die sehr bescheiden aber engagiert dafür sorgten, dass die Sache weiterging. Liesel Lippa hat dies leider nicht mehr lange mitverfolgen können, aber sie hatte eine würdige Nachfolgerin, Lore Otte, die immer noch das Herz unserer Gruppe ist.

Wenn man heute sagt, „Ich bin Grüne Dame“, stößt man häufig auf eine Mischung aus Hochachtung und Unverständnis. Die Grünen Damen und Herren sozusagen als die Mutter Theresas des Zwanzigsten und Einundzwanzigsten Jahrhunderts, und „Nein, dafür habe ich keine Zeit“. Also, als Mutter Theresa empfinden wir uns nicht, aber wir wissen, dass (Lebens-) Zeit der wichtigste Besitz eines Menschen ist, und diese Zeit mit anderen Menschen zu teilen, die krank oder alt sind, das ist für uns eine ungeheuer erfüllende und befriedigende Tätigkeit. Guy de Maupassant hat einmal gesagt: „Es sind die Begegnungen mit Menschen, die das Leben lebenswert machen.“ Und dieser Satz bestimmt unsere Tätigkeit als Grüne Damen und Herren hier in Plettenberg.

Unser Jubiläum stand unter diesem Motto und begann mit einem Festgottesdienst, der als ökumenischer Gottesdienst von Pfarrerin M. Erbsch und Pastor Mühlbacher gehalten wurde. Die Chorgruppe Twende begleitete mit zu Herzen gehenden geistlichen Liedern und Spirituals den Gottesdienst.

Die anschließende Festveranstaltung war von uns absichtlich in kleinem Rahmen wie eine Familienfeier gehalten. Zu Besuch waren zwei Grüne Damen vom Bergmannsheil in Bochum. Auch war vor allem Frau Teresa Dönninghaus, die ehemaligen Landesbeauftragte NRW gekommen, sowie die neue Landesbeauftragte, Frau Annette Bogler. Frau Dönninghaus hat unsere Basisqualifikation im Jahre 2014 begleitet und den Grünen Damen vom Bergmannsheil fühlen wir uns seit mehreren gegenseitigen Besuchen eng verbunden.

Schwester Mechthild Decker-Maruska vom Krankenhaus, führte durch ein sehr ansprechendes Programm, das immer wieder durch Beiträge der Gruppe Twende aufgelockert wurde. Patienten, Bewohner und Mitarbeiter von Krankenhaus und Seniorenzentrum waren gekommen, um sich für unseren Dienst zu bedanken. Neben vielen anderen schönen Geschenken erhielten die noch tätigen „Engel“ der Grünen Damen und Herren zum Dank einen kleinen Schutzengel, die „alten“ Grünen Damen erhielten eine wunderschöne Rose. Und natürlich war auch Zeit für Gespräche zwischen „Alt“ und „Jung“ und für das Studium unserer Photowände mit Photos von 40 Jahren Grüne Damen und Herren in Plettenberg.

Gestärkt mit einem leckeren Abendessen sind wir noch ganz erfüllt von diesem schönen Tag nach Hause gegangen. Wir hoffen, dass wir in Zukunft noch viele weitere, auch jüngere Frauen und Männer für unseren Dienst begeistern können, damit es auch in den nächsten vierzig Jahren Grüne Damen und Herren in Plettenberg gibt.“

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