Evangelische und Ökumenische Krankenhaus- und Altenheim-Hilfe

EKH — Grüne Damen und Herren

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Brigitte Schröder, Gründerin der Evangelischen Krankenhaus-Hilfe

Portrait von Brigitte SchröderBrigitte Schröder, geborene Landsberg, wurde am 28. Juli 1917 als viertes Kind einer Bankiersfamilie in Breslau geboren. Sie absolvierte eine höhere Töchterausbildung und suchte sich eine Stelle als Zahnarzthelferin, um dem Arbeitsdienst zu entgehen. Dr. Gerhard Schröder erklärte 1988 in einem Interview: „Als wir 1941 heiraten wollten," - er war niedergelassener Anwalt in Berlin, zu der Zeit aber als Soldat in Dänemark stationiert - „mussten wir für die Heirat eine Genehmigung einholen, weil meine Frau, nach den Nürnberger Gesetzen, durch zwei jüdische Großelternteile vorbelastet, dazu verpflichtet war. Wir bekamen die Genehmigung, aber nur unter der Bedingung, dass ich als Soldat nicht Vorgesetzter werden durfte…“. Durch ihren Mut erkämpfte sie sich, damals 24jährig, mit energischem Vorgehen trotz bestehender Schwierigkeiten beim Oberkommando des Heeres (OKH) die Genehmigung. Am 30. Mai 1941 fand die Fernhochzeit statt.

Initiative, Kreativität, Durchhaltevermögen

Ab 1949 in Düsseldorf war Frau Schröder sehr aktiv. 12 Jahre war sie Stadträtin, Sachgebiet Schulfragen. Darüber hinaus arbeitete sie im Kulturausschuss, war Mitglied des Kuratoriums des Evangelischen Krankenhauses Düsseldorf und arbeitete im Bauausschuss des geplanten Neubaus mit.

All die übernommenen Aufgaben zeugen von einem hohen Maß an Initiative, Kreativität, Durchhaltevermögen und Verantwortungsbewusstsein für die Allgemeinheit aus dem christlichen Glauben heraus.
1962 erfolgte der Umzug nach Bonn, da ihr Mann seit 1961 Bundesminister des Auswärtigen war. Hier gründete sie den Frauen- und Familiendienst des Auswärtigen Amtes.
„Durch ihr Elternhaus für die Aufgabe an der Seite eines Mannes mit großen öffentlichen Verantwortungen befähigt, nüchtern, zur gescheiten Gesprächsführung begabt, ohne kranken Ehrgeiz für sich selber, kümmerte sie sich um die menschlichen Bezüge im Umfeld der Arbeitsbereiche ihres Mannes, so dass nicht nur die notwendige kühle Sachlichkeit in dem jeweiligen Dienstsitz ihres Mannes regierte. Sie hat ohne jeden Zweifel durch Charakter, Temperament des Herzens, Ausgeglichenheit ihres Wesens und Bewährung des Glaubens In einer Reihe von sozialen Diensten einen Stillen Beitrag von hohen Graden für das Gelingen der Arbeit ihres Mannes geleistet" (Bischof Herrmann Kunst)

Portrait von Gabriele TrullAngeregt durch den ehrenamtlichen Dienst des Volunteer Service in den Vereinigten Staaten und getragen von der Vision, einen ehrenamtlichen Dienst in christlicher Nächstenliebe im Krankenhaus in Deutschland ins Leben zu rufen, gründete sie 1969 die Evangelische Krankenhaus-Hilfe. Die Journalistin Dr. Hagenberg-Miliu schrieb in ihrem Nachruf im Bonner General-Anzeiger: „Ihre Gabe, ohne jede missionarische Attitüde und ganz unaufgeregt Menschen für die Sache des Glaubens zu gewinnen, war beeindruckend.“
Über 27 lange Jahre hat Brigitte Schröder mit Weitsicht, Durchsetzungskraft und hohem persönlichen Einsatz die Evangelische Krankenhaus-Hilfe geleitet. Zu Beginn des Jahres 2001 stellt sich ihr Lebenswerk wie folgt dar: In 400 Krankenhäusern und in 287 Alteneinrichtungen bundesweit sind 10287 Grüne Damen und 440 Grüne Herren tätig. 1996 hat sie die Arbeit an Frau Gabriele Trull übergeben. Mit ihr sehen es die ehrenamtlich wirkenden Grünen Damen und Herren als persönliche Verpflichtung an, das Lebenswerk von Frau Schröder durch ihren Einsatz in allen Ländern der Bundesrepublik zu sichern.