Machen Sie mit!

Wenn Sie selber Grüne Dame / Grüner Herr werden wollen, dann schauen Sie doch einmal nach, ob es bereits eine Gruppe in Ihrer Nähe gibt. Unsere Städte- und Häuser-Übersicht hilft Ihnen dabei. 

In einem nächsten Schritt sollten Sie Kontakt zur Landesbeauftragten Ihres Bundeslandes aufnehmen. Sie berät Sie weiter und hilft Ihnen dabei, sich mit diesem Ehrenamt vertraut zu machen und den Einstieg zu finden.

Unser Aufgabenspektrum

Unterschiede in Krankenhaus und Altenheim

Wie unterscheiden sich die Dienste der Ehrenamtlichen in Krankenhaus und Altenheim?

  • Die Altenheimbewohner werden in der Regel über einen langen Zeitraum von demselben Ehrenamtlichen besucht, dadurch können sich intensive Beziehungen aufbauen 
  • Die persönlichen Beziehungen enden fast immer durch den Tod der Bewohner 
  • Viele Bewohner haben eine hohe Pflegebedu?rftigkeit, sie sind z.B. wenig oder gar nicht mehr mobil oder leiden an einer Altersdemenz, auf die sich der Ehrenamtliche einstellen muss 
  • Daher benötigen ehrenamtliche Mitarbeiter in Alten- und Pflegeheimen eine andere Vorbereitung als in Krankenhäusern. Diese leistet die Einsatzleitung, ergänzt durch eine Angebot von einem Basislehrgang und andere Fortbildungsangebote.  

Aufgaben im Krankenhaus

Welche Tätigkeiten verrichten die Ehrenamtlichen, die in Krankenhäusern Besuchsdienste machen?

  • Dasein und Zuhören: dem Patienten die Möglichkeit geben, das auszusprechen, was ihn bewegt 
  • Vorlesen, Basteln oder Spielen 
  • Hilfe bei der Aufnahme und Lotsendienste 
  • Begleitung von Patienten zu Untersuchungen, Therapien, Andachten und Veranstaltungen oder bei Spaziergängen 
  • Betreuung von Angehörigen 
  • Vermittlung von Kontakten zu hauptamtlichen Mitarbeitern 
  • Erledigungen bei Behörden oder Banken (nur mit Vollmacht) 
  • Buchausleihe, Briefe schreiben, Telefonate führen und vieles mehr 

Aufgaben in Altenheimen 

Mit welchen Tätigkeiten helfen die Grünen Damen und Herren den Bewohnern von Altenhilfeeinrichtungen?

  • Besuche machen und Kontakte knüpfen zu anderen Bewohnern
  • einfach nur da sein 
  • mit Handreichungen dabei behilflich sein, das persönliche Umfeld gemütlich zu machen 
  • Briefe schreiben, Zeitung vorlesen oder Geschichten erzählen 
  • die Biografie durch vorsichtiges Nachfragen kennen lernen und Gemeinsames entdecken 
  • Gedächtnistraining durch Sprechen und Singen gemeinsam bekannter Gedichte und Lieder 
  • Begleitung zu Veranstaltungen und Mitgestaltung bei Festen 

Sitzwachendienst

Der Sitzwachendienst ist ein Angebot der Begleitung von Sterbenden und deren Angehörigen. Er geschieht unabhängig von Konfession, Kirchen- und Religionszugehörigkeit. Die Sitzwache erfolgt ausschließlich auf Wunsch der Patienten oder Bewohner, deren Angehörigen oder Bevollmächtigten. Die Begleitung wird mit dem Behandlungsteam (Pflegeteam, Ärzteteam, Überleitungsteam, Psychologischer Dienst, Seelsorge) abgesprochen.

Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter begleiten unruhige und sterbende Patienten oder Bewohner. Sie richten sich nach deren Bedürfnissen und Wünschen, wie zum Beispiel: still da sein, die Hand halten, ein Gespräch führen, etwas zu trinken geben, ein Lied summen, etwas vorlesen, eine Gebet sprechen - ganz präsent sein. Die Begleitung ist ein Zeichen für die Würde des Lebens bis zuletzt.

Ambulanter Dienst

Ähnlich wie in Alten- und Pflegeheimen unterstützen Grüne Damen, die im ambulanten Dienst tätig sind, die Patienten/Kunden des jeweiligen Pflegedienstes in ihrem Zuhause. Die Aufgaben der Ehrenamtlichen werden individuell abgesprochen und umfassen in der Regel Gespräche, Vorlesen, kleine Besorgungen, gemeinsame Spaziergänge oder ähnliches.

Der ambulante Dienst ermöglicht den auf Hilfe angewiesenen, weiterhin behütet zu Hause leben zu können und den Kontakt zur Außenwelt dennoch nicht zu verlieren. Da nicht jeder Pflegebedürftige die hilfreiche Familie vor Ort hat, sind die Ehrenamtlichen hier eine große Unterstützung. 

FÖRDERMÖGLICHKEITEN