Grundsätze und Leitsätze der eKH
Unsere Grundsätze
- Gruppen der evangelischen und ökumenischen Krankenhaus- und Altenheim - Hilfe übernehmen ehrenamtlich bestimmte Aufgaben in Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen.
- Jede Gruppe verwaltet sich selbst und ist eigenständig verantwortlich im Gesamtsystem Krankenhaus / Alten- und Pflegeheim.
- Jede Gruppe hat eine Einsatzleitung, die Kontaktstelle und Ansprechpartner ist für die Helferinnen und Helfer und für die Leitung des Krankenhauses oder Alten- und Pflegeheimes.
- Die Mitarbeitenden der Gruppe üben ihren Dienst im Sinne christlicher Nächstenliebe aus. Einsatzleiterinnen und Einsatzleiter sollten einer der christlichen Kirchen / christlichen Gemeinschaften angehören.
- Jede Gruppe vereinbart individuell mit der Leitung "ihres" Hauses in gegenseitigem Einverständnis und je nach Bedarf sowie den gegebenen Möglichkeiten die Einsatzzeiten und die Dienste der Ehrenamtlichen.
- Pflege- und Reinigungsdienste werden von der Krankenhaus- und Altenheim - Hilfe nicht übernommen, auch nicht solche Aufgaben, die andere von einem bezahlten Arbeitsplatz verdrängen.
- Alle Mitarbeitenden der Krankenhaus- und Altenheim - Hilfe sind zur Verschwiegenheit verpflichtet!
- Die Mitarbeitenden tragen während der Dienstzeit einheitliche (meist hellgrüne) Kittel, Kasacks oder Hemden mit Namen und dem Zeichen der Krankenhaus- und Altenheim-Hilfe. In Krankenhäusern ist diese Schutzkleidung ein "MUSS", in Altenheimen kann auf sie verzichtet werden.
- Die Gruppenmitglieder treffen sich regelmäßig zum Gedankenaustausch und besuchen die angebotenen Fortbildungsveranstaltungen.
- Gruppen, die diese Grundsätze einhalten, können sich der Arbeitsgemeinschaft Evangelische Krankenhaus - Hilfe anschließen.
- Die Mitarbeitenden in den Mitgliedsgruppen werden von der eKH - Zentrale bei der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege gegen Unfall versichert.
- Krankenhäuser/ Alten- und Pflegeheime, in denen eKH - Gruppen ihren Dienst ausüben, müssen die Helferinnen und Helfer haftpflichtversichern und sollten folgende Leistungen erbringen:
- der Gruppe einen Raum / eigenständigen Aufenthaltsbereich zur Verfügung stellen,
- Kittel, Fahrgelder zum Einsatzort und anteilig Kosten für Fortbildungsveranstaltungen erstatten,
- der Einsatzleitung Auslagen für Telefonate, Porto, Kopien u.a. ersetzen,
- möglichst ein Mittagessen am Einsatztag anbieten.
Jede zusätzliche Zuwendung in ideeller oder materieller Hinsicht fördert die gute Zusammenarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen!
Leitsätze für Mitarbeitende der eKH
- Sie sind bei der Evangelischen und Ökumenischen Krankenhaus- und Altenhein - Hilfe willkommen, wenn Sie kontaktfreudig sind, bereit sind, sich unauffällig und zuverlässig in die Organisation des Krankenhauses /Altenheimes und in unseren Dienst einzuordnen, sich den Aufgaben physisch und psychisch gewachsen fühlen, sich auf kranke, behinderte und ältere Menschen einzustellen vermögen, den Dienst in christlicher Mitverantwortung regelmäßig tun wollen.
- Unser Motto lautet: Wir nehmen uns Zeit - Wir setzen uns ein - ehrenamtlich!
- Übernehmen Sie nur solche Dienste, die Sie wirklich gern und mit Freude tun!
- Jede Krankheit ist eine Krise im Leben des Menschen. Jeder Patient, aber auch jeder Bewohner eines Alten- oder Pflegeheimes sucht Geborgenheit und Verständnis für seine Situation und für seine Ängste.
- Treten Sie weder zu vital noch zu mitleidig auf. Beides gibt dem kranken und alten Menschen das Gefühl, der Unterlegene zu sein.
- Beginnt der Kranke oder der Heimbewohner über seine Sorgen und Ängste zu sprechen, fallen Sie ihm nicht mit Beschwichtigungen und Tröstungsversuchen ins Wort. Noch so gut gemeinte Ratschläge aus der eigenen Erfahrung des Helfers sind für den, den Sie besuchen, im Allgemeinen wenig hilfreich. Aufmerksames Zuhören ist wichtig! Vielleicht sind Sie der einzige, dem er seine Sorgen anzuvertrauen wagt.
- Kranke und alte Menschen klagen - und das entlastet sie - gelegentlich über Ärzte, Schwestern, das Essen. Sie helfen ihnen, wenn Sie auch hier - ohne eigene Stellungnahme - nur zuhören. Sprechen Sie in besonderen Fällen mit der Stationsschwester.
- Viele Kranke und viele Heimbewohner in Grenzsituationen des Lebens hoffen darauf, dass sie in der schweren Zeit im Glauben gestärkt werden. Einem solchen Gespräch sollten Sie sich möglichst nicht entziehen. Sprechen Sie gegebenenfalls mit dem zuständigen Seelsorger.
- Prüfen Sie sich, wieweit Sie engere Bindungen an den Patienten oder Heimbewohner verantworten und ertragen können.
- Freundlichkeit , Rücksichtnahme , Verständnis , Geduld und Zuverlässigkeit sind unsere Markenzeichen. Das gilt im Umgang mit Patienten und Heimbewohnern, aber auch untereinander und in der Zusammenarbeit mit hauptamtlichen Mitarbeitern.
- Tragen Sie sich aus versicherungstechnischen Gründen stets in das Dienstbuch ein. Darüber hinaus können Sie darin anderen Helferinnen und Helfern wichtige Informationen weitergeben oder von ihnen erhalten.
- Besuchen Sie zur Reflexion des eigenen Tuns und zum Kraftschöpfen regelmäßig die Gruppentreffen und nutzen Sie die Fortbildungsveranstaltungen.
- Wenn Sie das Krankenhaus, Alten- oder Pflegeheim verlassen, vergegenwärtigen Sie sich bitte, dass alles, was Sie im Zusammenhang mit Ihrer Tätigkeit gehört und gesehen haben, der Schweigepflicht unterliegt. Schweigen nach außen! Austausch nach innen!

