Arbeitsplatz Krankenhaus und ehrenamtliche Tätigkeit - Einstellungen des Pflegepersonals zur ehrenamtlichen Tätigkeit der „Grünen Damen“ im Krankenhaus

Diplomarbeit von Hedwig Diekwisch an der Universität Bielefeld, Fakultät für Soziologie, 2003.
Eine Zusammenfassung.

Hedwig Diekwisch
Windelsbleicher Str. 182
33659 Bielefeld
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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

Die Untersuchung befasst sich mit einem aktuellen und konkreten Problem: Dem Verhältnis Professioneller und Ehrenamtlicher im Krankenhaus. Ausgangspunkt für die Entwicklung der Fragestellung ist ein in der Bundesrepublik Deutschland zur Zeit zu beobachtender Umbauprozess, in der die Bereiche Staat, Markt und Gesellschaft in ihrem Verhältnis zueinander neu geordnet werden. Dieser kann im Sinne eines wohlfahrtspluralistischen Arrangements gedeutet werden. Hierfür sprechen die Neupositionierung des Staates als vornehmlich aktivierender Staat, die Einführung marktwirtschaftlicher Elemente in Bereiche, die diesen eher verschlossen sind wie z. B. der Gesundheitsbereich, sowie die Stärkung bürgerschaftlichen Engagements.

Es wird vermutet, dass sich durch die benannten Umstrukturierungen vor allem die Arbeitsbedingungen für Professionelle verändern. Diese lassen sich unter anderem durch eine Verdichtung der Arbeitsintensität und Arbeitsbelastung kennzeichnen. Zu dieser Situation kommen knappe öffentliche Finanzen - besonders im sozialen Bereich - und steigende Arbeitslosenzahlen. Gleichzeitig sehen sich Professionelle einer verstärkten Förderung ehrenamtlichen Engagements gegenüber. Aus diesem Grund wird zwischen Professionellen und Ehrenamtlichen ein eher konfliktives Verhältnis angenommen. Da dies aber dem Ziel wohlfahrtspluralistischer Arrangements diametral entgegenstünde, hat sich die Autorin zur Aufgaben gestellt, die Bedingungen, die für die Gestaltung des Verhältnisses zwischen Professionellen und Ehrenamtlichen aus der Sicht der Professionellen verantwortlich sind, genauer zu analysieren. Dies vor allem, da die Enquete-Kommission „Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements“ eine Verbesserung der Rahmenbedingungen ehrenamtlicher Tätigkeit fordert, hier aber in der konkreten Ausgestaltung der Zusammenarbeit zwischen Professionellen und Ehrenamtlichen eher weniger in die Tiefe geht. Die vorliegende Arbeit ist somit als Beitrag in diese Richtung zu werten.

Exemplarisch werden die Bedingungen und Voraussetzungen der Zusammenarbeit anhand eines ausgewählten Bereiches – dem Krankenhaus – untersucht. Konkret handelt es sich um die Zusammenarbeit zwischen professionellem Pflegepersonal und den ehrenamtlich tätigen sogenannten „Grünen Damen und Herren“.[1],[2] Hierbei handelt es sich um einen Analysebereich, der in dieser Form wissenschaftlich noch nicht untersucht worden ist. Fokussiert werden die Einstellungen des professionellen Pflegepersonals zu ehrenamtlicher Tätigkeit. Diese Sichtweise wird gewählt, da sich insbesondere die Arbeitsbedingungen im Krankenhaus für professionelles Pflegepersonal durch erwähnte Umstrukturierungsmaßnahmen stark verändert haben und weiter verändern werden. In diesem Zusammenhang ist vor allem das Gesundheitsstrukturgesetz von 1993 bedeutsam. So wurde zum Beispiel mit der Einführung des Kassenwettbewerbs eine ordnungspolitische Grundsatzentscheidung hin zu mehr marktwirtschaftlichen Wirkungsmechanismen getroffen. Krankenhäuser müssen nun zunehmend unter betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gemanagt und Arbeitsabläufe auf Qualität und Effizienz geprüft werden. Diese Tendenz wird sich durch die Einführung eines neuen Vergütungssystems (DRG = diagnosis related groups) noch verstärken. Beabsichtigt sind hierbei ein weiterer Rückgang der Verweildauer der Patienten im Krankenhaus, der Einweisungsquote, damit zusammenhängend der Betten- und möglicherweise Personalabbau, die Leistungsverlagerung in den ambulanten und pflegerischen Sektor und die Umstrukturierung der Krankenhäuser (u.a. durch Spezialisierung und Aufgabenerweiterung).

Es wird angenommen, dass sich dies auch auf die Bedingungen der Zusammenarbeit mit den im Krankenhaus tätigen anderen Berufsgruppen sowie dem Zusammenspiel zwischen Professionellen und Ehrenamtlichen auswirkt.[3]


2. Das Untersuchungsdesign

Das folgende Schaubild soll das komplexe Untersuchungsdesign schematisch darstellen.

Im Folgenden wird die Auswahl der untersuchten Faktoren kurz erläutert.

2.1 Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals

Bei den Arbeitsbedingungen des professionellen Pflegepersonals wurden vor allem solche  berücksichtigt, die durch die Umstrukturierungen am stärksten der Veränderung ausgesetzt sind.

2.1.1 Arbeitsintensität und Arbeitsbelastung[4]

Eine starke Verdichtung der Arbeitsintensität für das Pflegepersonal lässt sich auf verschiedene Faktoren zurückführen. Dies hängt zum einen mit einer immer kürzeren Verweildauer der Patienten im Krankenhaus zusammen. Lag diese im Jahr 1991 bei 14,6 Tagen, so sind es im Jahr 2001 nur noch 9,8 Tage.[5] Gleichzeitig stieg die Anzahl der behandelten Fälle - allein in einem Jahr (2000 zu 2001) um 100 000 Fälle, welches einem prozentualen Anstieg von 0,6% entspricht. Zwar verzeichnet das Statistische Bundesamt für den Pflegebereich einen Anstieg der Beschäftigten, erklärt dies aber mit der Zunahme der Schaffung von Teilzeitstellen. Die Zahl der Vollzeitkräfte ist seit 1991 mit einem Minus von 3,7% im Vergleich zu den reinen Beschäftigungszahlen (-0,5%) stärker rückläufig.[6] Diese Entwicklungen bedeuten für immer weniger Pflegepersonal immer mehr Arbeitsaufwand. Durch steigende Patientenzahlen mit immer geringerer Liegedauer erhöht sich allein der administrative Aufwand, den das Pflegepersonal hier zu leisten hat um ein Vielfaches. Dies insbesondere, da die ersten Tage eines Krankenhausaufenthaltes für Patienten auch die arbeitsintensivsten Tage für das Personal darstellen.

Die langfristige Folge solcher chronischer Arbeitsbelastungen die sich aus der oben beschriebenen Situation ergeben – insbesondere im Bereich helfender Berufe – wird in der Literatur mit dem Begriff Burnout-Syndrom umschrieben. Die Erfassung des Burnout-Syndroms beim professionellen Personal ist insofern wichtig, da es sich als eine negative Erfahrung beschreiben lässt, die einen Verlust an Energie bedeutet und die mit reduziertem Engagement oder Rückzug der Helfer aus ihrer Tätigkeit verbunden ist. Dies hätte infolgedessen auch unmittelbare Auswirkungen auf die Zusammenarbeit mit im Krankenhaus anderen tätigen Berufsgruppen und ehrenamtlich Tätigen.

2.1.2 Qualifikation und Qualifikationsrelevanz

Im sozialen Bereich sind die Ansprüche an die Qualifikation Professioneller gestiegen. Dies gilt auch für den Pflegebereich, der so auf den epidemischen Wandel und auf komplexere Versorgungsstrukturen reagiert. Diese Arbeitsbedingung fließt deshalb in die Untersuchung ein, da die sogenannte Caritas-Studie im Zusammenhang mit der Kooperation zwischen Professionellen und Ehrenamtlichen zu folgendem Schluss kommt: „Je höher der Organisations- und Professionalisierungsgrad, desto stärker bildet sich zwangsläufig zwischen haupt- und ehrenamtlicher Arbeit eine Hierarchie heraus.“[7] Diese Hierarchie kann sich unter anderem darin zeigen, dass zum Beispiel die Kompetenzen von Ehrenamtlichen durch das Pflegepersonal niedriger bewertet werden.

2.1.3 Transparenz der Arbeit

Diese Arbeitsbedingung wird nicht wegen der Veränderung der Arbeitsbedingungen Professioneller im Krankenhaus fokussiert. Vielmehr wird Transparenz der Arbeit als ein kooperationsrelevanter Faktor angesehen.[8] Transparenz verweist auf die Überschaubarkeit und Effekte der eigenen Arbeitsergebnisse, aber auch auf die Durchschaubarkeit der Arbeitsabläufe anderer Mitarbeiter und Kollegen. Die Bestimmung berufsspezifischer Tätigkeiten – z. B. in Form von Stellenbeschreibungen – ist daher als Grundlage der interdisziplinären Zusammenarbeit zu werten. Thielhorn bemerkt hierzu: „Erst wenn geklärt ist, für welche Aufgaben eine Berufsgruppe bzw. ein Stelleninhaber zuständig ist und welche Kompetenzen er hat, können Aufgaben koordiniert werden. Es ist erforderlich, Transparenz über die Inhalte solcher Stellenbeschreibungen auf interdisziplinärer Ebene herzustellen, da zahlreiche Konflikte aus Unkenntnis über Rolle und Funktion eines Stelleninhabers entstehen.“[9]

Was Thielhorn für den Bereich der Zusammenarbeit professioneller Berufsgruppen feststellt - und hier insbesondere für die Zusammenarbeit zwischen Pflegepersonal und ärztlichen Mitarbeitern – kann weiter gedacht auch auf den Bereich der Kooperation zwischen hauptberuflich tätigen Professionellen und ehrenamtlich Tätigen übertragen werden. Otto-Schindler bemerkt in ihrer Studie: Berufliche und ehrenamtliche Hilfe: Perspektiven der Zusammenarbeit für den Bereich der Sozialarbeit: „Unsicherheiten über das Profil der eigenen Arbeit führen darüber hinaus dazu, mit der jeweiligen anderen Helfergruppe zu konkurrieren bzw. deren Arbeit abzuwerten.“[10] Bock et al. konstatieren Probleme für diesen Bereich der Zusammenarbeit dann, wenn Arbeitsplatzbeschreibungen fehlen oder es an Arbeitsvereinbarungen mangelt.[11] Aus diesem Grund kommt diese Arbeitsbedingung ebenfalls in der Untersuchung zum Tragen.

2.2 Einstellungsdimensionen Professioneller gegenüber Ehrenamtlichen

Wie bereits angedeutet, wird vermutet, dass die beschriebenen Arbeitsbedingungen auf unterschiedliche Weise die Einstellungen Professioneller gegenüber Ehrenamtlichen beeinflussen. Es wurden solche Einstellungsdimensionen ausgewählt, die sich zum einen aus der Geschichte der Sozialarbeit herleiten ließen und zum anderen sich aus den von mir vorab geführten explorativen Interviews mit Krankenpflegepersonal und Grünen Damen ergaben.

  1. Einstellungsdimension Substitution: Hier geht es um die Sorge Professioneller auf Dauer durch Ehrenamtliche ersetzt zu werden.
  2. Einstellungsdimension Instrumentalisierung: Gefragt wird, unter welchen Bedingungen professionelles Pflegepersonal dazu neigt, Ehrenamtliche für eigene pflegerische Aufgaben heranzuziehen.
  3. Einstellungsdimension Kompetenz: Untersucht wird, wann Professionelle die ehrenamtlich Tätigen als kompetent wahrnehmen.
  4. Einstellungsdimension Ergänzung: Gefragt wird, unter welchen Bedingungen professionelles Pflegepersonal Ehrenamtliche als Ergänzung zu ihrer Tätigkeit wahrnehmen.

Neben den genannten Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals wurden auch Alter und Geschlecht erhoben und auf ihren Einfluss auf die verschiedenen Einstellungsdimensionen gegenüber Ehrenamtlichen untersucht. Des Weiteren wurde das Pflegepersonal nach ihren Erfahrungen mit Ehrenamtlichen befragt. Hinzu kam eine weitere Untersuchungsdimension – Anforderungsprofil an ehrenamtliche Tätigkeit, die sich in der Phase der Auswertung der Ergebnisse ergab.

3. Untersuchungsdurchführung

Die standardisierte Fragebogenerhebung fand an zwei Krankenhäusern in der Region Ostwestfalen – Lippe in Nordrhein-Westfalen in der Zeit vom 10.4.2003 bis 9.5.2003 statt. Ein Auswahlkriterium für die Krankenhäuser stellte ihre Ähnlichkeit dar. Beide werden in konfessioneller Trägerschaft und unter der Rechtsform gemeinnützige GmbH geführt. Zudem verfügen beide Häuser über diverse Fach- und Belegabteilungen. [12]  Weiterhin entscheidend für die Auswahl der beiden Krankenhäuser war die Ähnlichkeit in Bezug auf die Gruppen der Grünen Damen. In beiden Häusern sind diese schon mehr als 20 Jahre tätig. Beide Gruppen verfügen über ein eigenes Büro mit Telefonanschluss und werden von Koordinatorinnen geleitet, die für die Einsatzpläne verantwortlich sind und nach außen hin die Gruppe repräsentieren. Man kann also davon ausgehen, dass die Grünen Damen in der Krankenhausstruktur etabliert und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Krankenhauses bekannt sind. Die genannten gemeinsamen Merkmale bezogen auf Krankenhausstruktur und Ähnlichkeit der Gruppen der Grünen Damen ermöglichen somit eine gewisse Vergleichbarkeit der Daten.[13]

Befragt wurde examiniertes Pflegepersonal in den diversen Fachabteilungen (Innere, Chirurgie, Gynäkologie, etc.) mit Ausnahme der Funktionsbereiche (OP, Intensiv, etc.), da in den zwei ausgewählten Krankenhäusern die Grünen Damen dort generell nicht tätig sind. Zivildienstleistende, Praktikanten und Auszubildende in den Pflegeberufen waren von der Befragung ausgenommen, da anzunehmen ist, dass die genannten Gruppen nur über kurze Erfahrung in der Pflege verfügen und sich von daher noch keine genauere Vorstellung über die Eigenart des Pflegeberufes im Krankenhaus, insbesondere auch im Gegensatz zur Ehrenamtlichkeit, herausbilden konnte.

Insgesamt wurden 137 Fragebögen ausgewertet.  Das Stichprobenprofil stellt sich wie folgt dar:

 

Gesamtstichprobe

Krankenhaus 1

Krankenhaus 2

Anzahl befragter Personen insgesamt

137
( = 100%)

81
( = 59,1%)

56
( = 40,9%)

Durchschnittsalter

36,9

37,3

36,3

Berufsgruppen[14]

 

 

 

Krankenschwester/-pfleger

127

72

55

Krankenpflegehelfer / -in

1

1

0

Kinderkrankenschwester

7

6

1

Hebamme

2

2

0

4. Ergebnisteil

In der vorliegenden Studie wurde davon ausgegangen, dass verschiedene Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals sich auf die Einstellungen gegenüber Ehrenamtlichen auswirken. Um diese Zusammenhänge deutlich zu machen, wird zunächst eine Darstellung der Einschätzungen des Pflegepersonals bezüglich ihrer Arbeitssituation gegeben (4.1.1 – 4.1.3) Anschließend wird auf den Faktor Erfahrungen mit Ehrenamtlichen näher eingegangen, da er in Bezug auf die einzelnen Einstellungsdimensionen wichtige Einzelergebnisse liefert (4.2). Im letzten Abschnitt wird dargestellt, welche Einflussfaktoren in welcher Stärke tatsächlich auf die einzelnen Einstellungsdimensionen wirken (4.3).

4.1 Einzelergebnisse Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals

4.1.1 Arbeitsbelastung / Arbeitsintensität

Die Arbeitsbelastung wurde von mir mit zwei Konzepten gemessen. Zum einen handelt es sich um das Maslach-Burnout-Inventory (MBI) von Maslach und Jackson.[15] Dieses verfügt über die folgenden Kategorien:

Leidet ein Professioneller an Burnout, verliert er das Interesse für seine Patienten.[16] Unter emotionaler Erschöpfung verstehen Maslach und Jackson ein Gefühl des Ausgelaugtseins, eine emotionale Überanstrengung, die durch den Kontakt mit anderen Menschen hervorgerufen wird. Die emotionale Erschöpfung zeigt sich darin, dass der Professionelle keine positiven Gefühle, Sympathie oder Respekt für seine Patienten mehr besitzt. Depersonalisierung zeigt sich als gefühllose und abgestumpfte Reaktion auf Menschen, die hilfebedürftig sind. Häufig geht dies einher mit einer zynischen und herablassenden Wahrnehmung von Patienten, in welcher diese oft in entwürdigender Weise etikettiert werden. Dabei werden die Patienten häufig für ihre Probleme selbst verantwortlich gemacht. Diese Behandlung hat konsequenterweise eine Verschlechterung der Dienstleistungsqualität zur Folge. Reduzierte persönliche Leistungsfähigkeit macht sich als Abnahme des eigenen Gefühls an Kompetenz und als Abnahme des Erfolgsgefühls in der Arbeit mit Menschen bemerkbar.[17]

Für die Pflegepersonen der untersuchten Krankenhäuser liegt in Bezug auf die verschiedenen Dimensionen des MBI folgende Verteilung vor:

15% der befragten Pflegepersonen weisen in allen drei Kategorien des Burnout (emotionale Erschöpfung, Depersonalisierung und reduzierte Leistungsfähigkeit) unerwünscht hohe Werte auf. Immerhin noch 32% der Befragten zeigen unerwünschte Werte in mindestens zwei Kategorien. Dies sind alarmierende Zahlen. Denn unter Burnout haben nicht nur die Pflegepersonen selber zu leiden, sondern es ist anzunehmen, dass hiervon auch die Qualität der Pflege nachhaltig betroffen ist.

Das andere Konzept zur Bestimmung der Arbeitsbelastung ist die Intensität der Arbeit, die eher die aktuelle Arbeitsbelastung misst. In der Skala zur Messung der Intensität der Arbeit verbergen sich vor allem Aussagen zu Pflegetätigkeiten, die mit hoher Konzentration und Reaktionsschnelligkeit sowie mit dem Faktor Zeitdruck verbunden sind. Fast die Hälfte des befragten Pflegepersonals (46%) bestätigte eine hohe Intensität der Arbeit.

Als Ergebnis der vorliegenden Untersuchung ist fest zu stellen, dass sich beide Konzepte zur Messung der Arbeitsbelastung gegenseitig beeinflussen. Die Auswertungen der Zusammenhänge zwischen den verschiedenen Kategorien des MBI und der Intensität der Arbeit konnte zeigen, dass die Arbeitsbedingung Intensität der Arbeit die Entwicklung eines Burnout-Syndroms – und zwar in allen Dimensionen zu fördern scheint.

Hohe Intensität der Arbeit -> Entwicklung eines Burnout-Syndrom

4.1.2 Qualifikation / Qualifikationsbedarf

Auf der Basis des epidemischen und demographischen Wandels, aber auch der Umstrukturierungen im Gesundheitswesen wurde vermutet, dass bestimmte Qualifikationen für das professionelle Pflegepersonal besonders wichtig werden.

Neben der Einschätzung des Qualifikationsbedarfs, wurde auch nach dem Besuch von Fortbildungen / Fortbildungsveranstaltungen gefragt. Dies wird als aktiver Ausdruck eines Qualifikationsbedarfes verstanden.

Insgesamt gab es 79 Personen (58%), die sich überhaupt nicht fortgebildet hatten. 57 Personen (42%) hingegen hatten eine oder mehrere Fortbildungen besucht.

Es lässt sich zeigen, dass zwischen der Arbeitsbedingung Qualifikation bzw. Qualifikationsbedarf und dem Faktor Arbeitsbelastung Zusammenhänge bestehen. Qualifikationsbedarf erweist sich als Burnout-hemmender Faktor und zwar in Bezug zur Kategorie Depersonalisierung. Je höher ein Qualifikationsbedarf im Pflegeberuf gesehen wird, umso weniger Depersonalisierungstendenzen weisen diese Personen auf. Qualifikation scheint somit eine aktive Gegenstrategie darzustellen, die auch von verschiedenen Autoren als solche empfohlen wird.[18] Dies lässt sich analytisch dadurch untermauern, dass Pflegepersonen, die einen hohen Qualifikationsbedarf sehen, sich aber noch nicht fortgebildet haben, auch eher Depersonalisierungstendenzen aufweisen.

Hoher Qualifikationsbedarf -> verringert Depersonalisierungstendenzen

Je höher professionelles Pflegepersonal die Intensität der Arbeit erlebt, umso eher wird ein Qualifikationsbedarf gesehen. Dies ist wahrscheinlich so zu verstehen, dass mit einer verbesserten Qualifikation auch Strategien gelernt werden, die den Umgang mit der Intensität der Arbeit erleichtern. Hierfür spricht auch, dass von (stellvertretenden) Stationsleitungen die Intensität der Arbeit geringer bewertet wird, da diese Positionen zumeist mit einer Fortbildung im Sinne einer zusätzlichen Qualifizierung verbunden sind.

4.1.3 Transparenz professioneller Arbeit

Die Variable Transparenz wurde hier als kooperationsrelevante Arbeitsbedingung angesehen. Transparenz verweist auf die Überschaubarkeit der Ergebnisse der eigenen und der Arbeit anderer, sowie auf eine klare Arbeitsaufteilung.

Ein Zusammenhang zu den anderen Arbeitsbedingungen professionellen Pflegepersonals besteht insofern, als Transparenz sich ebenso wie der Faktor Qualifikationsbedarf als ein Burnout-hemmender Faktor herausstellt.

Hohe Transparenz der Arbeit -> hemmt Burnout-Entwicklung

Ein Blick auf das auf Seite 4 dargestellte Schaubild zeigt, dass neben den Arbeitsbedingungen des Pflegepersonals auch verschiedene andere Faktoren untersucht wurden, von denen angenommen wurde, dass sie die Einstellungen gegenüber Ehrenamtlichen beeinflussen. In Bezug auf den Faktor Alter wurden diesbezüglich keine Hinweise gefunden. In Bezug auf den Faktor Geschlecht wurden zwar Einzelhinweise gefunden, jedoch stellten sich diese in komplexen analytischen Verfahren als wenig signifikant heraus, weshalb auf die Darstellung hier verzichtet wird. Dies gilt ebenso für die Ergebnisse in Bezug auf den Faktor Anforderungsprofil an Ehrenamtliche.

Dagegen erwies sich der Faktor Erfahrung mit Ehrenamtlichen als überragend wichtig und wird aus diesem Grund ausführlich dargestellt. Im Gegensatz zu den untersuchten Arbeitsbedingungen wird an dieser Stelle allerdings bereits auf einige Ergebnisse in Bezug zu den Einstellungsdimensionen eingegangen.

4.2 Erfahrungen mit Ehrenamtlichen

Die befragten Pflegepersonen sollten unter anderem auf einer Skala angeben, ob Erfahrungen mit den Grünen Damen vorlagen und wenn ja, wie sie diese bewerteten. Insgesamt gaben 23 Professionelle (16,9%) an, noch keine Erfahrungen mit den Grünen Damen gemacht zu haben. 133 Personen (83,1%) wiesen dagegen Erfahrungen mit Ehrenamtlichen auf. Die Bewertung der Erfahrungen verteilen sich dabei wie folgt.

Die häufigsten Nennungen lagen mit 37,2% bei der Kategorie 5. Überhaupt fällt auf, dass die persönlichen Erfahrungen mit den Grünen Damen überwiegend stark (Kategorie 5) bis sehr stark positiv (Kategorien 6 bis 7) bewertet werden. Insgesamt 63,7% der Befragten entschieden sich für die Kategorien 5 bis 7. Der Faktor Erfahrungen mit Ehrenamtlichen beeinflusst alle Einstellungsdimensionen.

Je positiver die Erfahrungen mit Ehrenamtlichen bewertet werden, um so weniger Angst haben Professionelle vor Substitution und um so weniger werden die Grünen Damen für die professionelle Arbeit des Pflegepersonals eingesetzt (Instrumentalisierung). Man könnte vermuten, dass es sich eher um diffuse Arbeitsplatzängste Professioneller handelt, die, wenn konkrete Erfahrungen mit Ehrenamtlichen vorliegen, abnehmen oder ganz verschwinden.

Auf der anderen Seite wird mit zunehmender positiver Erfahrung mit den Grünen Damen auch deren Kompetenz höher bewertet. Ein weiterer, wesentlich stärkerer Zusammenhang ergibt sich zur Einstellungsdimension Ergänzung. Diese Ergebnisse stehen im Gegensatz zum Forschungsprojekt Freiwilligenarbeit, durchgeführt an der Universität Bielefeld / Fakultät für Soziologie.[19] Hier gab es bei angehenden Professionellen im Bereich der sozialen Arbeit keinen Zusammenhang zwischen positiven Erfahrungen mit Ehrenamtlichen und der Einschätzung der Kompetenz. Daraus wurde gefolgert, dass positive Erfahrungen mit Ehrenamtlichen wohl eher eine positive Erfahrung im Bereich der zwischenmenschlichen Kontakte abbilden.[20] Dass sich hier ein anderes Ergebnis zeigt, kann mit der Konzeption und der Art der ehrenamtlichen Tätigkeit im Krankenhaus zusammenhängen, deren Wert durch die Professionellen erst durch die konkrete Erfahrung mit den Grünen Damen erkannt wird. Hiermit ist gemeint, dass Ehrenamtliche sozusagen eine Nische von möglichen Tätigkeiten gefunden haben.

Der starke Zusammenhang zwischen positiver Erfahrung mit Ehrenamtlichen und der Einstellungsdimension Ergänzung ist ebenso in diesem Sinne zu verstehen. Man kann daher annehmen, dass mit Erfahrungen mit Ehrenamtlichen sich die Verschiedenartigkeit der ehrenamtlichen zur professionellen Tätigkeit offenbart und diese dann umso mehr als Ergänzung wahrgenommen wird.[21] Auch die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) ist von den Erfahrungen mit ehrenamtlichen Krankenhaushelferinnen positiv beeindruckt und empfiehlt vor diesem Hintergrund die Einführung ehrenamtliche Krankenhaus-Hilfe in allen Krankenhäusern.[22]

4.3 Welche Faktoren wirken auf die Einstellungsdimensionen Professioneller gegenüber Ehrenamtlichen

Im letzten Schritt der vorliegenden Untersuchung wurde anhand komplexer analytisch-statistischer Verfahren errechnet, welche Faktoren am stärksten auf die Einstellungsdimensionen (Substitution, Instrumentalisierung, Kompetenz von Ehrenamtlichen, Ehrenamtliche als Ergänzung) wirken.[23] Der Übersichtlichkeit halber werden diese jeweils in einem Schaubild dargestellt und anschließend näher erläutert.

4.3.1 Einstellungsdimension Substitution

Den stärksten Beitrag zur Reduzierung von Substitutionsängsten liefert der Faktor Erfahrung mit Ehrenamtlichen. Hier ist es vor allem der persönliche Kontakt zwischen Pflegepersonal und den ehrenamtlich tätigen Grünen Damen, der entscheidend auf die Einstellung Substitution wirkt. Es konnte gezeigt werden, dass Substitutionsängste verschwinden, wenn Kontakte vorhanden sind. Man kann also vermuten, dass es sich hier um eine Art Vorurteil gegenüber ehrenamtlicher Tätigkeit handelt, welches dann verschwindet, wenn Kenntnisse über die Andersartigkeit und den Umfang ehrenamtlicher Tätigkeit im Krankenhaus vom Pflegepersonal erkannt worden sind. Eine Grüne Dame formuliert das aus ihrer Sicht folgendermaßen: „Und wenn sie unsere Tätigkeit näher kennen lernen, dann werden Sie auch sagen, dass ist nicht machbar. Wenn die Damen wöchentlich einmal kommen oder vierzehntägig und jede betreut eine Station, dann können sie dafür niemanden einstellen.“[24] Daneben entscheidet der Besuch einer Fortbildung über die Abnahme von Substitutionsangst. Es lässt sich vermuten, dass eine Spezialisierung im Beruf – und dies unabhängig von der Art der Spezialisierung – zu einer Profilbildung der Krankenpflege beiträgt, mit der Folge, dass die Verschiedenartigkeit professioneller und ehrenamtlicher Tätigkeiten erkannt wird und Substitutionsängste zum Verschwinden bringen. Darüber hinaus entscheidet die Einschätzung der persönlichen Leistungsfähigkeit über Substitutionsängste gegenüber Ehrenamtlichen. Personen, die sich als gering leistungsfähig einstufen, weisen höhere Substitutionsängste auf, als ihre sich als leistungsstark empfindenden Kollegen. Hierzu fasst Müller-Kohlenberg verschiedene Studien zu Vergleichen ehrenamtlich und professionell Tätiger folgendermaßen zusammen: „Laienhelfer arbeiten im allgemeinen ebenso gut wie professionell ausgebildete Sozialarbeiter bzw. Psychologen, manchmal besser, manchmal schlechter.“[25] Das Gefühl geringer Leistungsfähigkeit scheint damit ein „idealer Nährboden“ für das Entstehen von Substitutionsängsten zu sein. Diese Erkenntnis ist wichtig, wenn es um die Zusammenarbeit von Ehrenamtlichen und Professionellen geht. Hierauf soll im Abschlusskapitel näher eingegangen werden.

4.3.2 Einstellungsdimension Instrumentalisierung

Depersonalisierung hat nach der statistischen Berechnung den stärksten Einfluss darauf, ob Ehrenamtliche für die eigenen professionellen Tätigkeiten herangezogen werden. Die Richtung ist dabei folgende: Je depersonalisierter Pflegepersonen sind, umso eher werden sie Ehrenamtliche instrumentalisieren. Nach der Burnout-Phasentheorie nach Maslach gehören Depersonalisierungstendenzen bereits zur zweiten Phase des Burnout, in der neben der Meidung von Unannehmlichkeiten auch die Tendenz, Arbeiten auf das Allernotwendigste zu reduzieren, beschrieben wird. In diesem Sinne könnte die Neigung depersonalisierter Pflegepersonen, Ehrenamtliche zu instrumentalisieren, verstanden werden.[26] Den zweitstärksten Einfluss auf die Einstellungsdimension Instrumentalisierung hat der Besuch einer Fortbildung. Mit einer Spezialisierung verringern sich die Instrumentalisierungsneigungen von Professionellen. Dieser Zusammenhang wurde auch schon im Modell zur Einstellungsdimension Substitution hergestellt. Bezogen auf die Einstellungsdimension Instrumentalisierung entscheiden damit die Arbeitsbedingungen von Professionellen am stärksten darüber, wie sich das Verhältnis zwischen Hauptberuflichen und Ehrenamtlichen gestaltet. Dies kann im Extrem bedeuten: Ehrenamtliche als Handlanger der Professionellen einerseits oder ehrenamtliche Tätigkeit als eigene Sinnressource andererseits, die aufgrund dessen nicht instrumentalisiert werden sollte.

Nicht zuletzt hat im Modell die Erfahrung mit Ehrenamtlichen einen wesentlichen Einfluss auf die Dimension Instrumentalisierung. Allerdings ist nicht entscheidend, ob überhaupt Erfahrungen mit Ehrenamtlichen vorliegen, sondern die Stärke der positiven Erfahrungen wirkt der Instrumentalisierung entgegen. Dies kann so verstanden werden, dass die individuelle oder auch Gruppenpräsentation der Grünen Damen im Krankenhaus einer Instrumentalisierung entgegen wirken kann. Dieses Ergebnis liefert damit wichtige Hinweise für die ehrenamtlich im Krankenhaus Tätigen. Hierauf soll im Schlusskapitel näher eingegangen werden.

4.3.3 Einstellungsdimension Kompetenz

Einzig die Stärke der positiven Erfahrungen mit Ehrenamtlichen trägt zur Erklärung der Einstellungsdimension Kompetenz bei. Dies allerdings auf einem sehr niedrigen Niveau. Offensichtlich sind andere Faktoren als die hier untersuchten, wie Arbeitsbedingungen oder Hintergründevon Professionellen, entscheidender für diese Einstellungsdimension.

Da aber in der allgemeinen Ehrenamtsdebatte und für die Zusammenarbeit zwischen Professionellen und Ehrenamtlichen immer wieder betont wird, dass beide Bereiche über spezifische Kompetenzen verfügen und sich von daher besonders gut ergänzen, sollte in einer weitergehenden Untersuchung nach Bedingungen geforscht werden, die die Wahrnehmung der Kompetenz von Ehrenamtlichen durch Professionelle beeinflussen.

4.3.4 Einstellungsdimension Ergänzung

Allein der Faktor Erfahrungen mit Ehrenamtlichen trägt zur Erklärung unterschiedlicher Einstellungen zu Ehrenamtlichen als Ergänzung bei. Schon die Studie des Caritas-Verbandes kommt zu dem Schluss, dass die Beurteilung der Ehrenamtlichen günstiger ausfällt, wenn aktuell eine Zusammenarbeit beider Gruppen vorliegt.[27] Es lässt sich vermuten,  dass über den direkten Kontakt zwischen Professionellen und Ehrenamtlichen die Unterschiedlichkeit der Tätigkeiten geklärt und somit der spezifische Beitrag der Ehrenamtlichen zur Betreuung des Patienten im Krankenhaus sichtbar wird.

Allerdings wäre zu prüfen, ob diese Feststellung nur für die zwei untersuchten Krankenhäuser zutrifft, da hier die Grünen Damen schon seit mehr als 20 Jahren tätig sind, oder ob sich der Zusammenhang auch in Krankenhäusern replizieren lässt, die erst seit kurzem mit Grünen Damen zusammen arbeiten. Dahingehende Ergebnisse könnten für die Gründung neuer Gruppen von Grünen Damen durchaus hilfreich sein.

5. Schlussfolgerungen

Die Ergebnisse zeigen, dass für die Ausgestaltung des Verhältnisses mehrere Faktoren eine Rolle spielen. Vor allem zeichnen die Arbeitsbedingungen von Professionellen für das Verhältnis zu Ehrenamtlichen verantwortlich. Damit wird das Augenmerk auf einen meiner Ansicht nach neuen Aspekt gerichtet, der so bisher nicht in der Literatur rezipiert wurde. Als Folgerung bedeutet eine Verbesserung der Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement auch immer und vielleicht auch an erster Stelle die Verbesserung der Rahmenbedingungen für professionelle Arbeit. Daneben zeigte sich, dass auch die individuelle oder Gruppenrepräsentation von ehrenamtlich Tätigen von entscheidender Bedeutung für die Gestaltung des Verhältnisses zwischen Professionellen und Ehrenamtlichen ist. Die Schlussfolgerungen, die hieraus gezogen werden können, werden somit auf unterschiedlichen Ebenen relevant, weshalb die Ergebnisse in drei verschiedenen Verallgemeinerungskontexten dargestellt werden.

Der erste wird im Bereich des Krankenhauses angesiedelt. Hier findet professionelle Pflegetätigkeit unter veränderten Rahmenbedingungen im Zusammenspiel mit ehrenamtlicher Tätigkeit tagtäglich statt. Da die Krankenhäuser als Arbeitgeber des professionellen Personals einen entscheidenden Einfluss auf die Setzung der Rahmenbedingungen haben, werden hier zunächst Anregungen für ein verändertes Personalmanagement formuliert. Daneben gilt die Aufmerksamkeit aber auch der Rahmensetzung für ehrenamtliches Engagement, da auch in diesem Bereich das Krankenhaus auf die Rahmengestaltung einen Einfluss hat (Abschnitt 5.1). Der zweite Kontext beschreibt die Schlussfolgerungen für den Bereich der ehrenamtlich tätigen Grünen Damen. Hier werden Hinweise zusammengefasst, die das Verhältnis beider Gruppen auf der Grundlage der Repräsentation der Ehrenamtlichen bestimmen (Abschnitt 5.2). Der dritte Bereich befasst sich schließlich mit Konsequenzen für die (Sozial)Politik – wenn auch vorsichtig verallgemeinernd formuliert (Abschnitt 5.3).[28]

5.1 Das Krankenhaus als »Gestalter« von Rahmenbedingungen

Krankenhäuser bewegen sich durch benannte Umstrukturierungsprozesse in einem relativ neuen Kontext. So hat sich das Management von Krankenhäusern unter dem Eindruck ordnungspolitischer Grundsatzentscheidungen stark verändert. Mit der Einführung eines neuen Vergütungssystems sehen sich Krankenhäuser zunehmend in einem konkurrierenden Wettbewerb, in der Patienten in kürzerer Zeit mit weniger Personal aber mit steigendem Anspruch an Qualität und Effizienz behandelt werden müssen. Für das Pflegepersonal bedeutet dies, neben anderen Faktoren, einen starken Anstieg der Arbeitsbelastung und Arbeitsintensität. Viele Mitarbeiterinnen reagieren als Folge solcher chronischen Belastungsprozesse mit Symptomen, die in der Literatur unter dem Begriff des Burnout zusammengefasst werden. Die vorliegende Untersuchung konnte zeigen, dass ein nicht unerheblicher Anteil der befragten Pflegepersonen in Bezug auf das Burnout-Syndrom unerwünscht hohe Werte aufwiesen (vgl. Seite 10).

Die vorliegende Arbeit konnte darüber hinaus zeigen, dass Burnout-Symptome einen starken Einfluss auf die Einstellungsdimensionen Professioneller zu ehrenamtlicher Tätigkeit ausüben. Burnout-Symptome zeigten sich als solche, die das Verhältnis zwischen Professionellen und Ehrenamtlichen bestimmen. Dies ist ein zentrales Ergebnis dieser Studie. Um im Sinne des Wohlfahrtspluralismus mit einem neuen Mix unterschiedlicher Hilfesysteme wohlfahrtssteigernde Effekte zu erreichen, ist es wichtig, Gegenstrategien zu entwickeln und umzusetzen. Daher werden an dieser Stelle, wenn auch vornehmlich unter Verweis auf andere Forschungen, einige Empfehlungen zu Gegenstrategien des Burnout formuliert werden.

Burisch macht darauf aufmerksam, dass in Zeiten eines engen Arbeitsmarktes eine ausgebrannte Person nur noch selten von sich aus kündigt, durch ihr Verbleiben aber zweifellos Kosten, z. B. durch verminderte Arbeitsleistung verursacht. Er rät zur Enttabuisierung von Burnout und weist darauf hin, dass Burnout nicht notwendig Psychopathologie anzeigt, dass es relativ häufig ist und etwas dagegen unternommen werden kann. Um schon die Warnzeichen früh zu entdecken, schlägt er vor, in sogenannten „Klima-Untersuchungen“ regelmäßig auch Burnout-Fragebögen einzusetzen, selbstverständlich anonym.[29] Enzmann und Kleiber unterstützen individuelle „Bewältigungsstrategien“, warnen jedoch davor sozial-gesellschaftliche Co-Determinanten des Burnout zu übersehen. „Herauszuheben wären jedoch neben den personenbezogenen Interventions- und Bewältigungsstrategien insbesondere solche Maßnahmen von psychosozialen Einrichtungen und Organisationen, die auf die Verbesserung der Arbeits- und Rahmenbedingungen der Arbeit abzielen, sowie solche Präventionsstrategien, die auf die Beantwortung der Frage Bezug nehmen, unter welchen gesellschaftlich-historischen Bedingungen... Stress und Burnout bzw. die (psychosoziale) Kostenseite des Helfens überhaupt thematisch werden.“ [30] Diese Diskussion erscheint im Angesicht der bereits jetzt sichtbaren (negativen) Auswirkungen von gesellschaftlichen Umstrukturierungsprozessen, und hier besonders im Gesundheitsbereich, dringend erforderlich. Die Arbeit erbrachte – sozusagen als Nebenprodukt – Hinweise auf Burnout-hemmende sowie Burnout-fördernde Faktoren beim Pflegepersonal in den ausgewählten Krankenhäusern, wobei Ergebnisse anderer Forschungen teilweise repliziert werden konnten.[31] Da Arbeitsbedingungen für das Entstehen bzw. Nicht-Entstehen von Burnout verantwortlich sind, sind Krankenhäuser aufgefordert, ihrer Verantwortung gegenüber ihren Arbeitsnehmern nachzukommen und entsprechende (Gegen)Maßnahmen einzuleiten. Andererseits wurde der Bedarf an weiterer Forschung offenbar. Die Tatsache, dass Männer in der vorliegenden Studie höhere Depersonalisierungstendenzen zeigen als Frauen, sollte weiter verfolgt und statistisch geprüft werden.[32] Zu klären ist in diesem Zusammenhang auch, ob es sich hier um ein berufsspezifisches Phänomen (Männer in einem noch immer überwiegend weiblich geprägten Berufsbild), oder um ein berufsübergreifendes Phänomen handelt. Hinweise auf geschlechtsspezifische Ergebnisse sollten dann auf jeden Fall Eingang in Konzepte zur Bekämpfung des Burnout finden.

Allgemeine Gegenstrategien der Krankenhäuser zur Bekämpfung des Burnout lassen sich teilweise schon aus den Erkenntnissen dieser Studie ableiten.[33] Ein Beispiel: So sieht das Pflegepersonal für sich in Zukunft aufgrund der Umstrukturierungen im Gesundheitswesen einen vergleichsweise hohen Qualifikationsbedarf mit einem Mittelwert  von 3,23 (bei einer Skala mit insgesamt vier Entscheidungsoptionen). Die Rezeption eines Qualifikationsbedarfes stellt dieser Studie zufolge einen Burnout-hemmenden Faktor dar, der auch von den Krankenhäusern befriedigt werden sollte.[34] Da Fortbildungen – verstanden als aktiver Ausdruck eines Qualifikationsbedarfes – ebenso auf das Verhältnis zu Ehrenamtlichen einen signifikanten Einfluss zu haben scheint, könnte das Krankenhaus mit Fortbildungsangeboten „mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen“. Das Pflegepersonal kann sich gemäß des eigenen Bedarfes weiterqualifizieren und einem möglichen Burnout eventuell vorbeugen. Zudem trägt eine Qualifizierung professioneller Pflegepersonen auch zur Schärfung des Berufsbildes bei, was zur Reduktion von Konflikten innerhalb der Berufsgruppen im Krankenhaus, aber auch zur Verbesserung des Verhältnisses zu Ehrenamtlichen führen kann, da Ehrenamtliche dann weniger instrumentalisiert werden. Es lässt sich daher feststellen, dass Gegenstrategien zur Vermeidung von Burnout nicht nur positiv auf die Mitarbeiterinnen eines Krankenhauses wirken und somit auch einen Einfluss auf die Qualität der Pflege ausüben, sondern indirekt – und das ist im Rahmen dieser Studie von Bedeutung - das Verhältnis zu Ehrenamtlichen entspannt, da Substitutionsängste von Professionellen abnehmen und Ehrenamtliche weniger für die eigene Arbeit instrumentalisiert werden. Man kann annehmen, dass eine gelungene Kooperation somit wahrscheinlicher wird.

Transparenz der Tätigkeit als eine weitere Arbeitsbedingung erwies sich als Burnout-hemmender Faktor und für die Kooperation zwischen Professionellen und Ehrenamtlichen als relevant. Allerdings mit einem erstaunlichen Ergebnis. Mit steigender Transparenz der professionellen Arbeit werden Ehrenamtliche weniger als Ergänzung wahrgenommen. Dieser Zusammenhang widerspricht den Forderungen der Ehrenamtsforschung bei der Zusammenarbeit zwischen Professionellen und Ehrenamtlichen auf klar getrennte Arbeitsaufgaben zu achten.[35] Es wäre allerdings zu prüfen, ob es sich hier um ein krankenhausspezifisches Phänomen handelt, da dieser Zusammenhang so bisher nicht in der Literatur beschrieben wurde. Denkbare Gegenstrategien könnten gezielte Schulungen Professioneller im Umgang mit Ehrenamtlichen sein. Hierzu bemerken Jakob und Olk: „Das Handeln der Professionellen sollte nicht dem individuellen Geschick und den persönlichen Vorlieben überlassen bleiben, sondern es bedarf einer Vorbereitung der professionellen Kräfte im Hinblick auf Arbeitsabläufe, Sinnhintergründe und Besonderheiten ehrenamtlichen Engagements.“[36],[37] Um dies gezielt zu tun, erscheint ein weiterer Forschungsbedarf dringend geboten.

Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass die Verantwortlichen in Krankenhäusern die Arbeitsbedingungen von professionellen Pflegepersonen einer kritischen Überprüfung unterziehen sollten. Vor dem Hintergrund des beschriebenen demographischen und epidemischen Wandels, verbunden mit einer Verdichtung der Arbeitsintensität im Krankenhaus, erscheint dies unerlässlich, vor allem um Qualität in der Pflege in Zukunft auch weiter gewährleisten zu können (ein wichtiger Faktor in Zeiten steigender Konkurrenz zwischen den Krankenhäusern) ohne die Pflegepersonen auf Dauer selbst zu Patienten zu machen. Dies umso mehr, als auch positive Effekte, die ehrenamtliches Engagement im Krankenhaus bewirken kann, auch weiterhin zu erhalten und zu fördern.

Das Krankenhaus als Gestalter von Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement

Das Krankenhaus fungiert ebenso als Gestalter von Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement. Die Enquete-Kommission „Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements“ stellt hierzu in ihrem Abschlussbericht fest, dass es Bereiche bürgerschaftlichen Engagements gibt, in der das Engagement einen vergleichsweise hohen Stellenwert einnimmt, während die meisten Diskurse im Gesundheitsbereich oder der Arbeitsmarktpolitik die Rolle von Bürgergesellschaft und Engagement kaum thematisieren. „Die Enquete-Kommission ist besorgt darüber, dass in der Bundesrepublik Deutschland im Sozialbereich eine Kultur des bürgerschaftlichen Engagements Gestalt annehmen könnte, die dessen zentrale Institutionen und Bereiche – den großen Betrieb, das Gesundheitssystem,..., gewissermaßen allein als Bereich professionalisierter Versorgung und Dienstleistung versteht und direktes Engagement und Beteiligung dorthin verbannt, wo Professionalität, privatwirtschaftliche Lösungsmuster oder staatliches Handeln offenbar versagen und allein nicht helfen können.“[38] Insofern sollten sich Krankenhäuser fragen, inwiefern sie Rahmenbedingungen bieten, die zeigen, dass die Möglichkeiten ehrenamtlicher Mitgestaltung ernst genommen werden. Anstöße für Veränderungen könnte der sogenannte Freiwilligensurvey liefern, in der Ehrenamtliche unter anderem nach Verbesserungsvorschlägen für freiwilliges Engagement innerhalb der Organisationen befragt wurden.[39] Für den hier untersuchten Bereich ehrenamtlichen Engagements im Krankenhaus lassen sich verschiedene Maßnahmen erkennen, die in diese Richtung zu werten sind. Auf einer übergeordneten Ebene kann die Empfehlung der Deutschen Krankenhausgesellschaft, ehrenamtliche Tätigkeit in jedem Krankenhaus zu ermöglichen, als ein solcher Schritt betrachtet werden. Auch die Finanzierung von Qualifizierungsmaßnahmen für Ehrenamtliche durch die Krankenhäuser zeigt, dass ehrenamtliches Engagement ernst genommen wird und einen festen Platz in der Trägerorganisation hat. Für die hier untersuchten Krankenhäuser lässt sich feststellen, dass für die Institutionalisierung ehrenamtlicher Tätigkeit bereits einiges getan wurde. So verfügen beide Gruppen über ein eigenes Büro. Es wird Kleidung für die Grünen Damen gestellt, Aufwandsentschädigungen gezahlt, Seminartage finanziert, etc. Zudem finden sich Hinweise in den krankenhauseigenen Broschüren bzw. auf der Homepage des jeweiligen Krankenhauses.[40] Mit Richtlinien über Art und Form ehrenamtlicher Tätigkeit im Krankenhaus ist darüber hinaus eine Rollenzuschreibung Ehrenamtlicher erfolgt, die die Zusammenarbeit regelt. Auf diese Weise wird mögliches Konfliktpotenzial minimiert und positive Effekte, insbesondere für den Patienten möglich.[41] Gleichwohl sollte darüber nachgedacht werden, alle Mitarbeiterinnen des Krankenhauses mit der Tätigkeit der Grünen Damen bekannt zu machen, da in der Untersuchung Hinweise gefunden wurden, dass über Unkenntnis oder Vorurteile über die ehrenamtliche Tätigkeit Substitutionsängste entstehen. Möglich wäre zum Beispiel eine Vorstellung der Grünen Damen bei der Einführung neuer Mitarbeiter, wobei Auszubildende an den jeweiligen Krankenpflegeschulen ausdrücklich miteingeschlossen werden sollten.

Darüber hinaus könnten erweiterte Modelle ehrenamtlicher Mitarbeit im stationären Bereich, nach dem Vorbild von Hospizvereinen, implementiert werden. Da Hospize ein positives Beispiel für eine gelingende Kooperation darstellen, wäre zu prüfen, ob sich auch im Krankenhaus Rahmenbedingungen finden lassen, die synergetische Effekte für die beteiligten Gruppen zur Folge hätten. In solchen Konzepten könnten Hierarchisierungen zwischen professionellen und ehrenamtlichen Mitarbeitern im Vorfeld verhindert und Modelle erfolgreicher Zusammenarbeit umgesetzt werden. Hierzu bieten das Komplementaritätsmodell von Braun oder das Modell der Triangulation von Hilfe von Otto-Schindler in Anlehnung an Müller-Kohlenberg gute Ansätze.[42] Als ein Effekt wäre auf Seiten der Grünen Damen zum Beispiel ein Zuwachs an „jüngeren“ Ehrenamtlichen, deren Fehlen häufig beklagt wird, denkbar. Auch die professionelle Arbeit könnte von einer aktiveren Mitgestaltung profitieren. Nicht zuletzt kämen die Effekte aber dem Patienten zu Gute, zu dessen Wohl letztendlich beide Gruppen gleichermaßen tätig sind.

5.2 Die Grünen Damen als Gestalterinnen des Verhältnisses zwischen Professionellen und Ehrenamtlichen

Die vorliegende Studie konnte zeigen, dass dem Faktor Erfahrung mit Ehrenamtlichen in Bezug auf die Einstellungen professioneller Pflegepersonen eine überragende Bedeutung zukommt. Alle Einstellungsdimensionen wurden hiermit im Sinne einer gelingenden Kooperation beeinflusst. Während die Einstellungen zu Kompetenz und Ergänzung gleichbleibend zur positiven Erfahrung mit den Grünen Damen anstiegen, nahmen die Einstellungen zu Substitution und Instrumentalisierung gleichbleibend ab. Dies zeigt, dass die individuelle bzw. die Gruppenrepräsentation der Grünen Damen einen hohen Stellenwert hat, was in der Stärke nicht erwartet wurde. Wie selbstbewusst und sicher sich die Grünen Damen in ihrem ehrenamtlichen Engagement zeigen hängt einerseits mit individuellen Eigenschaften zusammen. Andererseits sind meiner Ansicht nach aber auch Faktoren von Bedeutung, die mit der Organisation der Tätigkeit im Zusammenhang stehen. So stellen die von den jeweiligen Arbeitsgemeinschaften erarbeiteten Leitfäden für die ehrenamtliche Arbeit eine Basis dar, die sicheres Auftreten erst möglich machen.[43] Regelmäßig stattfindende Gruppentreffen, in der anstehende Probleme mit allen diskutiert werden, aber auch kleinere Seminare etc. können ebenfalls eine wichtige Grundlage für sicheres Auftreten bedeuten. Sozusagen als externer Verstärker ehrenamtlicher Tätigkeit kann die mittlerweile große Anzahl von tätigen Gruppen Grüner Damen in der Bundesrepublik Deutschland angesehen werden. Daneben sind auch Auszeichnungen für langes Engagement oder Berichterstattungen in den (lokalen) Medien wirkungsvoll. Um die beschriebenen positiven Effekte für das Verhältnis Professioneller und Ehrenamtlicher zu erhalten (dies trifft die hier untersuchten Krankenhäuser) bzw. aufzubauen, sollte nach dem Vorschlag einer Krankenschwester verfahren werden: „Sie sollten sich präsenter machen.“[44] Insofern liefern die Grünen Damen selber einen wichtigen Beitrag zur Gestaltung einer gelungenen Kooperation. In dem Maße wie dies gelingt, werden sie auch von Seiten des Pflegepersonals nicht mehr als unwichtiger Faktor im Krankenhaussystem abgetan werden können.[45]

Es lässt sich festhalten, dass die Zusammenarbeit zwischen Professionellen und Ehrenamtlichen unter bestimmten Bedingungen – die die vorliegende Arbeit explizit aufzeigen konnte - problematisch wird. Dies ist z. B. dann der Fall, wenn professionelles Pflegepersonal die Grünen Damen für die eigene Arbeit instrumentalisiert und Ehrenamtliche auf diese Weise zu Handlangern und Lückenbüßern macht. Dies muss nicht zwangsläufig vom Pflegepersonal als problematisch eingestuft werden.[46] Aus der Perspektive der Ehrenamtlichen kann diese Situation aber durchaus anders bewertet werden. Die von mir interviewten Grünen Damen konnten von solchen Fällen berichten, hatten aber stets die Übernahme professioneller Tätigkeiten – mit dem Hinweis, dass sie solche Tätigkeiten nicht übernehmen wollen und dürfen - verweigert. Von diesen Situationen abgesehen scheint die Zusammenarbeit ansonsten recht gut vonstatten zu gehen, wobei bedauert werden muss, dass dies von Seiten des professionellen Personals so wenig rezipiert wird.[47]

Die Untersuchung erbrachte des Weiteren ein interessantes Ergebnis bezüglich des Anforderungsprofils an ehrenamtliche Tätigkeit.[48] Professionelle stellten dann erhöhte Anforderungen an Langfristigkeit, Regelmäßigkeit sowie spezifische Qualifikationen, wenn die eigene professionelle Arbeit als transparent empfunden und ein hoher Qualifikationsbedarf gesehen wurde. Hier sind die Gruppen der Grünen Damen gefordert sich gegenüber professioneller Arbeit zu positionieren, die Grenzen ehrenamtlicher Tätigkeit neu auszuloten und eigene Sinnressourcen aufzuzeigen. Hier könnten auch Überlegungen einfließen, die mit dem Begriff des „neuen Ehrenamtes“ verbunden sind. Dieser Prozess – verstanden als eine Grenzziehung zu was wollen und können wir als Ehrenamtliche leisten und was gehört für uns zum Bereich professioneller Arbeit – trägt meiner Ansicht nach wesentlich zum Gelingen einer erfolgreichen Zusammenarbeit bei.

In diesem Zusammenhang wird jedoch ein weiterer Forschungsbedarf sichtbar. Fragen wie: Welche weiteren Faktoren beeinflussen die Einstellungen Professioneller zum Anforderungsprofil? Handelt es sich um ein krankenhausspezifisches, ein bereichsspezifisches (Stichwort: Ehrenamt im sozialen Bereich) oder um ein generelles Phänomen, was in allen Bereichen der Kooperation zwischen Ehrenamtlichen und Professionellen anzutreffen ist? Dahingehende weitere Erkenntnisse könnten meiner Ansicht nach allgemein zu einer besseren Kooperation beitragen, da die Möglichkeiten, Grenzen, spezifischen Kompetenzen etc. ehrenamtlicher und professioneller Arbeit im jeweiligen Bereich neu überdacht und ausgehandelt werden müssen. Dieser aktive Aushandlungsprozess aber letztendlich und auf lange Sicht hin die Kooperation verbessern kann.

5.3 Implikationen für die (Sozial)Politik

Die spezifische Fragestellung der vorliegenden Arbeit entwickelte sich aus der aktuellen Diskussion um die Zukunft des Wohlfahrtstaates.[49] Angesichts restriktiver Rahmenbedingungen geht die Aufmerksamkeit vor allem dahin, wie die Wirksamkeit sozialpolitischer Maßnahmen und Leistungen zu erhöhen (Effektivitätssteigerung) bzw. wie bei gleichbleibendem bzw. sinkendem Ressourceneinsatz das bestehende Leistungsniveau zu erhalten (Effizienzsteigerung) ...“ ist.[50] Maßnahmen aus diesen Überlegungen sind zur Zeit zu beobachten. Im Sinne eines Wohlfahrtspluralismus, sind Umstrukturierungen zu neuen Formen gemischter Wohlfahrtsproduktion bereits erfolgt. Die vorliegende Studie konnte die Grenzen eines solchen Modells exemplarisch verdeutlichen. Meiner Meinung nach behalten diese auch auf einer höheren Abstraktionsebene ihre Gültigkeit.

Der positive gesamtgesellschaftliche Nutzen, der durch einen neuen Mix unterschiedlicher Hilfesysteme im Sinne des Wohlfahrtspluralismus erreicht werden soll, ist nicht beliebig steigerbar. Die Grenzen der Effizienzsteigerung werden dort sichtbar, wo Professionelle Symptome chronischer Belastung zeigen. Infolgedessen müssen mit der Forderung der Enquete-Kommission nach der Verbesserung von Rahmenbedingungen ehrenamtlichen Engagements, die Arbeitsbedingungen Professioneller immer mitgedacht und verändert werden. Wenn Maslach und Leiter die Verantwortung für das Entstehen von Burnout allein an die Unternehmen weisen, da diese durch „Gesundschrumpfen“, Outsourcing und Restrukturierungsmaßnahmen wesentlichen Einfluss auf die Gestaltung der Arbeitsbedingungen ihrer Arbeitnehmer und somit auf Burnout haben, so greift dies meiner Ansicht nach etwas zu kurz.[51] Die Gestaltung gesamtgesellschaftlicher Rahmenbedingungen ist wesentliches Element von (Sozial)Politik. Insofern sind auch hier Verantwortlichkeiten für „ungesunde“ Rahmenbedingungen zu suchen. Es sollte sich die Einsicht durchsetzen, dass wohlfahrtssteigernde Effekte nicht ohne Kosten zu haben sind. Der Aufbau einer Infrastruktur in der ehrenamtliches Engagement seine Wirkung entfalten kann ist dabei ebenso wenig umsonst zu haben, wie der Erhalt und Aufbau einer „gesunden“ Infrastruktur, in der professionelle Dienstleistung erbracht wird. (Sozial)politische Anstrengungen in diese Richtung können zeigen, dass nicht nur ökonomische Effizienzüberlegungen Anschub für den Umbau des Sozialstaates sind, sondern ein gesellschaftlicher Zusatznutzen produziert wird, von dem letztendlich jeder Einzelne auf ganz unterschiedliche Weise profitieren kann.


[1] Organisiert sind die sogenannten „Grünen Damen“ im Allgemeinen in der Evangelischen und Ökumenischen Krankenhaus- und Altenheim-Hilfe bzw. der Katholischen Krankenhaus-HiIfe, wobei auch Gruppen existieren, die  keiner der beiden Organisationen angehören. Durchgesetzt hat sich in der Bundesrepublik Deutschland der Begriff Grüne Damen und Herren aufgrund der grünen Kittel, die während des Einsatzes im Krankenhaus oder Altenheim getragen werden.

[2] Im Folgenden werden die „Grünen Damen und Herren“ unter dem kürzeren Begriff „Grüne Damen“ zusammengefasst. Dies erscheint mir insofern gerechtfertigt als die „Grünen Herren“ nach eigenen Erhebungen der Evangelischen Krankenhaus-Hilfe nur einen verhältnismäßig geringen Anteil ausmachen (von ca. 11.000 ehrenamtlich tätigen Menschen im Krankenhaus sind nur ca. 5% männlich). Ebenso wird in Bezug auf das Pflegepersonal die weibliche Form gewählt, da auch hier der überwiegende Teil des Personals weiblich ist.

[3] Ein Blick in die Geschichte der Sozialarbeit untermauert diese Vermutung. Sie zeigt unter anderem, dass veränderte gesellschaftliche Rahmenbedingungen auch jeweils einen Wechsel der Arrangements zwischen Ehrenamtlichen und Professionellen bewirkten, in dessen Zuge sich auch jeweils die Einstellungen gegenüber der jeweils anderen Gruppe veränderten.

[4] Der Begriff der Arbeitsbelastung wird in der Literatur unterschiedlich definiert. Herschbach verwendet Belastung „als Reiz oder Situation, die von einer damit konfrontierten Person als belastend erlebt wird.“ In: Herschbach, Peter: Psychische Belastung von Ärzten und Krankenpflegekräften, VCH Verlagsgesellschaft, 1991, S. 23. Dieser Definition schließe ich mich hier an. Aus der Vielzahl der Beiträge zum Begriff der Belastung sei hier noch folgender erwähnt, da er eine umfangreiche Übersicht bietet: Büssing, André / Glaser, Jürgen: Das Tätigkeits- und Arbeitsanalyseverfahren für das Krankenhaus – Selbstbeobachtungsversion (TAA-KH-S), Hogrefe-Verlag, 2002

[5] Pressemitteilungen des Statistischen Bundesamtes: www.destatis.de/presse/deutsch [Zugriffsdatum: 24.11.02]

[6] www.destatis.de/presse/deutsch/pm2001/p2190094.htm [Zugriffsdatum: 24.11.02]

[7] Köcher, Renate: Meinungsbild Caritas, Lambertus-Verlag, 1997, S. 139

[8] In psychologischen Ansätzen der stressbezogenen Tätigkeitsanalyse wird – neben anderen – die Transparenz der Tätigkeit und Arbeitsabläufe als gesundheits- bzw. persönlichkeitsförderliches Tätigkeitsmerkmal genannt. Vgl. hierzu z. B.  Büssing, André: Organisationsstruktur, Tätigkeit und Individuum – Untersuchungen am Beispiel der Pflegetätigkeit, Verlag Hans Huber, 1992

[9] Thielhorn, Ulrike: Zum Verhältnis von Pflege und Medizin, Verlag W. Kohlhammer, 1999, S. 108

[10] Otto-Schindler, Martina: Berufliche und ehrenamtliche Hilfe: Perspektiven der Zusammenarbeit, Universitätsverlag Rasch, 1996, S. 164

[11] Bock, Teresa / Lowy, Louis / Pankoke, Monika: Kooperation freitätiger und beruflicher Mitarbeiter in sozialen Diensten, Lambertus-Verlag, 1980, S. 117ff.

[12] Unterschiede bestehen in Bezug auf die Krankenhausgröße. Während das Krankenhaus 1 über eine Bettenzahl von ca. 1000 verfügt, fällt diese Zahl für das Krankenhaus 2 mit 371 Betten geringer aus. Dies wirkt sich natürlich auch auf die Mitarbeiterzahlen im Pflegedienst aus. Im Krankenhaus 1 arbeiten 912 Personen im Pflegedienst, während im Krankenhaus 2 gerade einmal 237 Mitarbeiter im Bereich Pflege tätig sind.

[13] Mittlerweile sind auch an nicht konfessionell geführten Häusern Gruppen von Grünen Damen ehrenamtlich tätig. Ob es hier bezüglich der Einstellungen des Pflegepersonals zu ehrenamtlicher Tätigkeit Unterschiede gibt wurde nicht untersucht, da es den Rahmen der vorliegenden Arbeit gesprengt hätte.

[14] Im Fragebogen war in Bezug auf die Angabe zum Beruf die Möglichkeit von Mehrfachantworten gegeben. Insgesamt traf dies in fünf Fällen in folgender Kombination auf: Krankenpflegehelfer/-in und Krankenschwester  (2x), Hebamme und Krankenschwester (1x), Medizinisch-technische(r) Assistent/-in und Krankenschwester sowie Pflegewirt/-in und Krankenschwester. Da alle diese Personen auch den Beruf der Krankenschwester erlernt haben, werden diese Personen auch der Kategorie Krankenschwester zugerechnet. 

[15] Maslach und Jackson vertreten einen arbeits- und organisationsbezogenen Ansatz, der speziell für den Bereich personenbezogener Dienstleistungsberufe entwickelt wurde. Eine ausführliche Darstellung über andere Konzeptionen von Burnout findet sich bei: Enzmann, Dirk / Kleiber, Dieter: Helfer-Leiden – Stress und Burnout in psychosozialen Berufen, Roland Asanger Verlag, 1989.

[16] Zwar sprechen Maslach und Jackson von Klienten, allerdings wird hier der Begriff Patient verwendet, da meine Untersuchungsgruppe sich ausschließlich aus Angehörigen des Pflegeberufs zusammensetzt. In der neueren Krankenhausphilosophie wird allerdings der Begriff Patient zunehmend durch den Begriff des Kunden ersetzt. Der Wandel der Begrifflichkeit zeigt somit auch den Wandel zu einem Verständnis des Krankenhauses zum Dienstleistungsunternehmen. Ich halte entgegen diesem Trend an der alten Bezeichnung Patient fest.

[17] Vgl.: Maslach nach Aries, Marianne / Zuppiger, Isabelle: Burnout beim Pflegepersonal?, Lizentiatsarbeit der Philosophischen Fakultät I der Universität Zürich, 1992, S. 17 - 18

[18] So zum Beispiel Pines / Aronson, Maslach und andere. Eine ausführliche Auflistung findet sich bei Enzmann, Dirk / Kleiber, Dieter: Helfer-Leiden, Roland Asanger Verlag, 1989, S. 179

[19] Durchführungszeitraum: Wintersemester 1999/2000 – Wintersemester 2000/2001, Leitung: Frau HD Dr. Angelika Engelbert / Fakultät für Soziologie

[20] Vgl.: Diekwisch, Hedwig: Teilnehmerin am Lehrforschungsprojekt „Freiwilligenarbeit“: Eigene ehrenamtliche Arbeit von angehenden Professionellen und ihre Einstellungen zu ehrenamtlicher und professioneller Arbeit, Universität Bielefeld, Fakultät für Soziologie, 2000, unveröffentlicht, S. 23

[21] Vergleiche Dechamps und Hegner nach: Beher, Karin / Liebig, Reinhard / Rauschenbach, Thomas: Strukturwandel des Ehrenamts, Juventa Verlag, 2000, S. 62

[22] Vgl.: Walger, Martin / Neiheiser, Ralf: Krankenhaus-Hilfe. In: das Krankenhaus, 1/2002, S. 49

[23] Hierzu wurde das Verfahren einer schrittweisen hierarchischen Regressionsanalyse angewandt. Diese Methode hat den Vorteil, dass nur solche Faktoren in das Rechenmodell dieser Untersuchung aufgenommen werden, die tatsächlich signifikant auf die jeweilige Einstellungsdimension wirken und somit interpretiert werden können.

[24] Exploratives Interview: Grüne Dame Nr. 2

[25] Müller-Kohlenberg, Hildegard: Laienhilfe – die bessere Alternative? In: Müller, Siegfried / Rauschenbach, Thomas (Hrsg.): Das soziale Ehrenamt – Nützliche Arbeit zum Nulltarif, Juventa Verlag, 2. Auflage, 1992, S. 185

[26] Vgl.: Maslach nach Burisch, Matthias: Das Burnout-Syndrom – Theorien der inneren Erschöpfung, Springer-Verlag, 1989,

Seite 19. Hier wird ebenfalls eine gute Übersicht über andere Phasenmodelle des Burnout geliefert.

[27] Köcher, Renate: Meinungsbild Caritas, Band 1, Lambertus-Verlag, 1997, S. 141

[28] Es sei darauf verwiesen, dass hier auch Ergebnisse der Studie genannt werden, die in dieser Zusammenfassung nicht dargestellt worden sind. Für statistische Ergebnisse und deren Interpretation verweise ich auf die Diplomarbeit.

[29] Vgl.: Burisch, Matthias: Das Burnout-Syndrom – Theorien der inneren Erschöpfung, Springer-Verlag, 1989, S. 136

[30] Enzmann, Dirk / Kleiber, Dieter: Helfer-Leiden – Stress und Burnout in psychosozialen Berufen, Roland Asanger Verlag, 1989, S. 180

[31] Burnout-hemmende Faktoren waren hier Qualifikationsbedarf und Transparenz; Burnout-fördernde Faktoren die Intensität der Arbeit. Wesentlich detailliertere Ergebnisse zu individuellen und organisationsgebundenen Risikofaktoren liefern hierzu: Aries, Marianne / Zuppiger, Isabelle: Burnout beim Pflegepersonal ?, Lizentiatsarbeit der Philosophischen Fakultät I der Universität Zürich, 1992 und Berliner Forschungsverbund Public Health (BFPH): Projekt D-1 Arbeitsplatz Krankenhaus – Gesundheitsrisiken und Ansatzpunkte zur Gesundheitsförderung aus soziologischer, ergonomischer und baulicher Sicht, Berlin 1994. Vergleiche hierzu auch mit einem anderen Ansatz Herschbach, Peter: Psychische Belastung von Ärzten und Krankenpflegekräften, VCH Verlagsgesellschaft, 1991. Büssing und Glaser bieten mit ihrem Tätigkeits- und Analyseverfahren für das Krankenhaus ein Evaluierungsinstrument, dass Belastungsfaktoren identifiziert und Anforderungsgrade abschätzt, womit vielfältige Reserven zur Optimierung der Pflegequalität zugunsten sowohl der Patienten als auch der Pflegekräfte erschlossen werden können.

[32] Vergleiche die Darstellung der Ergebnisse in der Diplomarbeit S. 88 / 89

[33] An dieser Stelle sei auf das Buch von Maslach und Leiter hingewiesen. Beide machen für das Entstehen von Burnout ausdrücklich die Unternehmen verantwortlich, zeigen aber auch Arbeitnehmern, Managern und Unternehmensleitungen Richtlinien und Strategien, um die zugrunde liegenden Probleme in einem Unternehmen in den Griff zu bekommen. Maslach, Christina / Leiter, Michael P.: Die Wahrheit über Burnout – Stress am Arbeitsplatz und was sie dagegen tun können, Springer-Verlag, 2001

[34] Zumal es auch zeigt, dass sich Arbeitgeber um ihre Mitarbeiterinnen kümmern.

[35] Vgl. z. B.: Bock, Teresa / Lowy, Louis / Pankoke, Monika: Kooperation freitätiger und beruflicher Mitarbeiter in sozialen Diensten, Lambertus-Verlag, 1980; Otto-Schindler, Martina: Berufliche und ehrenamtliche Hilfe: Perspektiven der Zusammenarbeit, Universitätsverlag Rasch, 1996

[36] Vgl. Jakob, Gisela / Olk, Thomas: Professionelles Handeln und ehrenamtliches Engagement – ein „neuer“ Blick auf ein „altes“ Problem. In: Sozialmagazin, 20. Jg., Heft 3, 1995, S. 23

[37] Auch Otto-Schindler und andere fordern gezielte Vorbereitungen Professioneller für den Umgang mit Ehrenamtlichen. Vgl.: Otto-Schindler, Martina: Berufliche und ehrenamtliche Hilfe: Perspektiven der Zusammenarbeit, Universitätsverlag Rasch, 1996

[38] Deutscher Bundestag: Bericht der Enquete-Kommission „Zukunft des bürgerschaftlichen Engagements“,
Drucksache 14/8900, 3.6.2002, S. 27

[39] Von dieser Liste lässt sich leicht auf Verbesserungsmöglichkeiten schließen, wobei auffallend ist, dass der Gesundheitsbereich neben den Rettungsdiensten / Feuerwehren den meisten Handlungs- und Verbesserungsbedarf sieht. Vgl.: Von Rosenbladt, Bernhard (Hrsg.): Freiwilliges Engagement in Deutschland – Freiwilligensurvey 1999, Band 1: Gesamtbericht, Schriftenreihe des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend – Band 194.1, Verlag W. Kohlhammer, 2001, S. 125 - 132

[40] Aus datenschutzrechtlichen Gründen werden die Adressen hier nicht angegeben.

[41] Schmachtenberg hatte in seiner Studie zu ehrenamtlicher Mitarbeit in stationären Einrichtungen der Altenhilfe festgestellt, dass eine fehlende Rollenzuschreibung der freiwilligen Helfer das Konfliktpotenzial erhöhe und so die Zusammenarbeit zwischen Professionellen und Ehrenamtlichen belaste. Vgl.: Schmachtenberg, Wolfram: Modelle ehrenamtlicher Mitarbeit in der Altenhilfe, Schriftenreihe des Bundesministers für Jugend, Familie und Gesundheit (Hrsg.), Band 79, Verlag W. Kohlhammer, 1980

[42] Vgl. hierzu: Braun, Hans / Marx, Marie-Luise: Nichtprofessionelle Altenhilfe: Einsatzfelder, Arbeitsweisen, Verhältnis zu sozialen Diensten. In: Nachrichtendienst des Deutschen Vereins für öffentliche und private Fürsorge, Nr. 3, Jg. 67, März 1987, S. 99 – 103 bzw. Otto-Schindler, Martina: Berufliche und ehrenamtliche Hilfe: Perspektiven der Zusammenarbeit, Universitätsverlag Rasch, 1996

[43] Hier werden zum Beispiel Entscheidungshilfen für und gegen die Durchführung bestimmter Tätigkeiten gegeben.

[44] Exploratives Interview mit einer Krankenschwester.

[45] Diese Anmerkung wurde aus einem Kommentar zu einem Fragebogen entnommen.

[46] Wenn Professionelle eine Instrumentalisierung als problematisch wahrnehmen würden, wäre die logische Konsequenz meiner Ansicht nach die Instrumentalisierung zu unterlassen.

[47] Insgesamt findet sich in Fachzeitschriften der Pflege und des Krankenhausmanagements keine Artikel über die Tätigkeit der Grünen Damen im Krankenhaus.

[48] Vergleiche ausführlich hierzu die Diplomarbeit S. 102 / 103

[49] Während der Anfertigung war es im Speziellen die kontrovers geführte Debatte um die sogenannte „Agenda 2010“ der rot-grünen Bundesregierung.

[50] Olk, Thomas: Effektivität und Effizienz in der Sozialpolitik. In: Zeitschrift für Sozialreform, 42. Jg., Heft 11 / 12, 1996, Vorwort: S. 689

[51] Vgl.: Maslach, Christina / Leiter, Michael P.: Die Wahrheit über Burnout – Stress am Arbeitsplatz und was sie dagegen tun können, Springer-Verlag, 2001