Evangelische und Ökumenische Krankenhaus- und Altenheim-Hilfe

EKH — Grüne Damen und Herren

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Warum wir in den Altenpflegeeinrichtungen gebraucht werden

Wer heute seinen Lebensabend in einem Seniorenstift, einem Altenwohnheim oder in einem Pflegeheim verbringt, tut es häufig nicht freiwillig. Meist haben Angehörige oder auch die Sozialen Dienste den Platz gesucht, nachdem die zur Verfügung stehenden ambulanten Möglichkeiten ausgeschöpft waren.

Hohes Alter, eine Vielzahl von Erkrankungen, Verwirrtheitszustände, körperliche Gebrechlichkeit und oft eine große Traurigkeit kennzeichnen viele Bewohner von Pflegeeinrichtungen. Sie empfinden ihr Leben als sinnlos (Ich kann nichts mehr tun), als abhängig (Ich muss um jeden Handgriff bitten), als fremdbestimmt (Ich muss warten, bis mich jemand aus dem Bett holt) und als perspektivlos (Hier ist für mich Endstation). Der Alltag in einer Pflegeeinrichtung ist dadurch geprägt, dass die Pflegeversicherung für den stationären Bereich nur die nötigsten Pflegedienste abdeckt. Hier sind ehrenamtliche Mitarbeitende sehr willkommen:

  • Sie nehmen die Verwirrten an die Hand und gehen mit ihnen spazieren,
  • sie lesen den Unruhigen vor und singen mit ihnen,
  • sie schreiben Briefe und halten den Schrank in Ordnung,
  • sie erzählen vom Leben in der Umgebung,
  • sie helfen bei Feiern und Gottesdiensten im Haus,
  • sie sitzen am Bett von Sterbenden.

Sie sind ebenso eine Hilfe für die oft noch sehr jungen Pflegenden und zeigen ihnen, dass sie nicht allein gelassen werden bei den hohen Belastungen der Pflege alter Menschen. Ehrenamtliche Helferinnen und Helfer sind also in vielfacher Hinsicht eine Brücke zum „normalen“ Leben. Und oft ersetzt ihre Zuwendung den Menschen in den Altenhilfeeinrichtungen die nicht (mehr) vorhandene Familie.

Wer bereit ist, regelmäßig kranke oder ältere Menschen zu besuchen, wird immer wieder erkennen: Ich werde wirklich gebraucht!